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Besonderheiten der Leukämiebehandlung im Kindesalter

Dreimittelbehandlung, Rezidiverkennung, Prophylaxe
  • J. Oehme
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 14)

Zusammenfassung

Die Leukämie ist eine neoplastische Erkrankung des hämopoetischen Organs mit Verdrängung spezifischen Gewebes und Bildung pathologischer Blutzellen: Paraleukoblasten, Paramyeloblasten, Parapromyelozyten. Diese Definition gilt für die akute Leukämie des Erwachsenen wie des Kindes. Im Gegensatz zum Erwachsenen überwiegt aber beim Kinde die akute Leukose mit den Para(leuko)blasten, den pathologischen, ungranulierten und undifferenzierbaren Zellen. Zweifelhaft ist, ob mit den derzeitigen Methoden eine akute lymphatische Leukämie beim Kinde sicher diagnostiziert werden kann. Die akute Myelose mit Auerstäbchen und deutlich granulierten Zellen macht dagegen diagnostisch keine Schwierigkeiten; lediglich die monozytoiden Zellen werden vielfach fehlgedeutet. In den meisten Fällen dürfte es sich um Parapromyelozyten handeln, wie schon Opitz feststelltee. Um die verwirrende Benennung der verschiedenen Leukämieformen zu vermeiden, haben wir für die akute Leukämie des Kindes mit nicht sicher zu differenzierenden Zellen, den Parablasten, die Bezeichnung „akute Leukose“ vorgeschlagen (vgl. Tab. 1). Das Verhältnis akuter Leukose- zu akuten Myelose-Fällen ist umso kleiner, je jünger die Kinder sind; der Anteil akuter Leukosen im Kindesalter beträgt im Gegensatz zu den Befunden bei Erwachsenen insgesamt etwa 85%.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1961

Authors and Affiliations

  • J. Oehme

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