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Tagungsbericht pp 295-300 | Cite as

Die pH-Werte des kindlichen Magensaftes und ihre Beeinflussung durch Prednisolon

  • E. G. Huber
  • H. Luze
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 14)

Zusammenfassung

Die beiden synthetischen Corticosteroide Prednison und Prednisolon haben erwiesenermaßen eine fast ausschließliche Glukocorticoidwirkung, die 4- his 5mal stärker als die des Cortisols ist, wobei Prednisolon noch wirksamer sein soll als Prednison, da dieses rascher zu unwirksamen Metaboliten abgebaut wird10. Der starke antiphlogistische und antiexsudative Effekt ohne die Natriumretention, die das Cortisol erzeugt, hat dem Prednisolon in der Therapie der verschiedensten Krankheiten einen hervorragenden Platz gesichert. Zu den Nebenwirkungen des Cortisols zählt man auch seinen Einfluß auf die Magenschleimhaut, und bis vor kurzem glaubte man, daß Cortisol auch die Gallensekretion fördere. Dies wurde in letzter Zeit auf Grund experimenteller Untersuchungen bestritten, und man nimmt heute nicht ohne Berechtigung an, daß der günstige Einfluß von Prednisolon auf den Verlauf einer Hepatitis lediglich auf die antiexsudative Wirkung dieses Steroids und nicht auf eine gallentreibende Wirkung zurückzuführen sei11. Die Wirkung von Cortisol auf die Magenschleimhaut soll nach Labhart in einer Vermehrung der Salzsäure- und Pepsinogenproduktion bestehen. Die Salzsäuresekretion, nicht aber die Produktion von Pepsinogen soll durch Prednisolon relativ noch mehr gefördert werden als durch Cortisol. Für diese sekretionsfördernde Wirkung spricht auch der klinische Eindruck, den die Internisten haben, und ihre Berichte, daß unter Prednisolonmedikation Gastritissvmptome auftreten, die nach Absetzen des Präparates ebenso sistierten wie nach Umstellung von der oralen auf die infra-muskuläre Applikation oder wenn man statt Tabletten Enterodragées verabreichte.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1961

Authors and Affiliations

  • E. G. Huber
  • H. Luze

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