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Rechtliche Probleme bei der Organentnahme für Transplantationen

Grenzgebiete zwischen Leben und Tod
  • W. Spann
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 22)

Zusammenfassung

Obwohl das Problem der Entnahme von Organen zum Zweck der Übertragung von Mensch zu Mensch keineswegs neu ist, hat es erst in allerjüngster Zeit an Aktualität gewonnen und weit über den Kreis der Ärzte und Juristen hinaus das Interesse der breitesten Öffentlichkeit gefunden. So wurden bereits in den letzten Jahrzehnten unzählige Bluttransfusionen, Haut- und Hornhautverpflanzungen sowie Knochen- und Gefäßtransplantationen durchgeführt, ohne daß die Problematik über den Kreis der Fachleute hinaus allgemeines Interesse erlangt hätte. Da für die eben genannten Eingriffe mit Ausnahme der Bluttransfusion die Entnahme der Transplantates von Anfang an sowohl am Lebenden als auch an der Leiche erfolgte, kann das plötzliche Anwachsen des Interesses der breitesten Öffentlichkeit nicht nur damit zusammenhängen, daß als Spender die Leiche herangezogen wird. Sicher ist es auch die Sensationslust der breiten Öffentlichkeit, die das allgemeine Interesse in dem Moment schlagartig geweckt hat, als es um die Übertragung des Herzens ging, obwohl lange vorher für die Transplantation von Leichennieren die ärztlich-rechtliche Problematik praktisch die gleiche gewesen ist. In beiden Fällen muß der Operateur bestrebt sein, ein lebensfrisches Organ zur Übertragung aus der Leiche zu gewinnen.

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Literatur

  1. Spann, W., Kugler, J. und Liebhardt, E.: Mönch. med. Wschr., 109 (1967), S. 2161–2167 (dort ausführliche Literaturangabe).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1969

Authors and Affiliations

  • W. Spann
    • 1
  1. 1.Instituts für gerichtliche MedizinVersicherungsmedizin der UniversitätD-78 Freiburg i. Br.Deutschland

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