Advertisement

Psychotherapeutische Möglichkeiten in der psychosomatischen Medizin

  • H. Strotzka
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 22)

Zusammenfassung

Theorie und gegenwärtige Praxis der psychosomatischen Medizin stehen in einem merkwürdigen Widerspruch einander gegenüber. Seit es diesen Begriff in einem nennenswerten Ausmaß in der medizinischen Literatur gibt, besteht kaum ein Zweifel, daß er mit der psychoanalytischen Theorie und den ihr nahestehenden Schulen in einer untrennbaren Beziehung steht. Ob man nun persönlichkeitsspezifisch, konfliktspezifisch oder multifaktoriell denkt, ist wohl gesichert, daß es sich um eine Somatisation innerpsychischer Vorgänge handelt, die sich nur im Rahmen einer Psychologie des Unbewußten verstehen läßt. Es ist ebenfalls unumstritten, daß unter diesen Umständen eine Psychotherapie, ausschließlich oder in Kombination mit einer organischen Behandlung, die Methode der Wahl sein müßte. Und letztlich besteht ein allgemeiner Konsensus, daß jene Gruppe von Krankheitszuständen, die man unter diesen Begriff subsumiert, so unklar manches dabei auch sein mag, sowohl epidemiologisch gesehen in einer Gesamtpopulation in einem beunruhigenden Ausmaß repräsentiert sind, als auch bei den ambulant oder in stationärer Behandlung stehenden Patienten in fast allen Disziplinen Prozentsätze erreichen, die je nach der Methode und den Kriterien und dem theoretischen Ausgangspunkt des Untersuchers zwischen 10 und 30% liegen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Die Grundlagenliteratur über die Psychosomatik findet sich bei Hoff, H. und Ringel, E.: Aktuelle Probleme der psychosomatischen Medizin München: Jolis. 1964.Google Scholar
  2. 2.
    Schultz, J. H.: Das autogene Training. Stuttgart: Thieme. 1956.Google Scholar
  3. 3.
    Stokvis, B. und Pflanz, M.: Suggestion. Basel: Karger. 1961.Google Scholar
  4. 4.
    Eysenck, H. J.: Behaviour Therapy and the Neuroses. Oxford: Pergamon. 1960.Google Scholar
  5. 5.
    Frankl, V. E.: Die Psychotherapie in der Praxis. Wien: Deuticke. 1961.Google Scholar
  6. 6.
    Malan, D. H.: Psychoanalytische Kurztherapie. Bern und Stuttgart: Huber-Klett. 1965.Google Scholar
  7. 7.
    Strotzka, H.: Methods of Psychotherapy. WHO, EURO 300, 1965.Google Scholar
  8. 8.
    Rapaport, D.: Die Struktur der psychoanalytischen Theorie. Stuttgart: Klett. 1959.Google Scholar
  9. 9.
    Dührssen, A.: Zschr. Psychosomat. Med., 2 (1962), S. 94.Google Scholar
  10. 10.
    Ernst, K.: Die Prognose der Neurosen, Berlin: Springer. 1959.CrossRefGoogle Scholar
  11. 11.
    Cremerius, J.: Die Prognose funktioneller Syndrome. Stuttgart: Enke. 1968.Google Scholar
  12. 12.
    Strotzka, H.: Wien. med. Wschr., 115 (1965), S. 403.PubMedGoogle Scholar
  13. 13.
    Heilmeyer, L.: Med. Klin., 60 (1965), S. 51.Google Scholar
  14. 14.
    Balint, M.: Der Arzt, sein Patient und die Krankheit. Stuttgart: Klett. 1957.Google Scholar
  15. 15.
    Stolze, H.: Wege zur allgemeinen Psychotherapie. Bern: Huber. 1967.Google Scholar
  16. 16.
    Hoff, H. und Strotzka, H.: Zschr. Psychother., 15 (1965), S. 24.PubMedGoogle Scholar
  17. 17.
    Strotzka, H.: Psychotherapie und soziale Sicherheit. Bern: Huber. 1969.Google Scholar
  18. 18.
    Derselbe: Acta Psychother., 1 (1953), S. 154.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1969

Authors and Affiliations

  • H. Strotzka
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

Personalised recommendations