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Niere, Blutdruck und Blutvolumen

  • R. Rigler
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 12)

Zusammenfassung

Während die moderne pathologische Anatomie bei Störungen der Harnbildung in zunehmendem Umfang nach Ultrastrukturänderungen in der Niere Ausschau hält, bemüht sich die Physiopathologie um eine ähnliche Verfeinerung ihrer Mittel zur Erforschung abnormer renaler Funktionsabläufe. Einige in diesem Bestreben gewonnene Ergebnisse sollen Gegenstand der folgenden Ausführungen sein. Im Grunde genommen läuft die gesamte Nierenfunktion auf die Erhaltung der Homeostase hinaus. „La fixité du milieu interiéur est la condition de la vie libre, indépendante“, lehrte Claude Bernard als erster. Dieses innere Milieu befindet sich in ständiger Bedrohung, da laufend im Organismus Stoffwechselendprodukte nichtflüchtigen und zum Teil erheblich sauren Charakters entstehen, für welche nur beschränkte Neutralisationsmöglichkeiten vorhanden sind. Die Niere dient somit in erster Linie der Befreiung des Blutplasmas von Abfallstoffen, deren Entfernung aus dem Körper auf anderem Weg nicht oder nur unzulänglich möglich ist. Zu ihren weiteren Aufgaben zählt aber auch die Sicherung einer fair die Lebensvorgänge in den Zellen und Geweben ausreichenden Flüssigkeitsmenge. So ist sie dementsprechend auch in die Regelung des Blutvolumens sowie dessen Druckgefälles eingeschaltet und liefert unter Umständen blutdrucksteigernde Stoffe.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1959

Authors and Affiliations

  • R. Rigler
    • 1
  1. 1.Physiologischen InstitutUniversität GrazÖsterreich

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