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Colitis ulcerosa

  • R. Oppolzer
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 12)

Zusammenfassung

Es ist eine auffallende Tatsache, daß das medizinische Interesse an der Colitis ulcerosa in den letzten 15 Jahren stetig zunimmt, wie aus der Fülle der jährlichen Publikationen hervorgeht. Dies hat meines Erachtens einen zweifachen Grund: Erstens scheint diese, doch bei uns noch relativ seltenere Erkrankung in Amerika in den letzten Jahrzehnten eine beträchtliche Zunahme aufzuweisen, was unter anderem daraus hervorgeht, daß es drüben bereits Kolitiszentren gibt, in denen Chirurgen und Internisten schon über gemeinsame Erfahrungen von tausend Fällen verfügen. Zweitens hat die Einführung der Sulfonamide (insbesondere der schwer löslichen), der Antibiotika und der Corticosteroide in die interne Behandlung der Colitis ulcerosa (C. u.) erhöhtes Interesse und neue Hoffnungen erweckt, daß allein mit konservativer Therapie das Auslangen gefunden werden könne. Es ist ja nicht mehr selten, daß durch eine solche interne Therapie neben der Wiederherstellung des Eiweißdefizites, des Mineralhaushaltes, des Flüssigkeitsersatzes, durch massive Blut- und Plasmatransfusionen weitgehende Besserung des Allgemeinzustandes, auch in akuten, schwer toxämischen Fällen erzielt werden kann. Aber noch immer bleibt, trotz intensiver modernster interner Therapieversuche, ein nicht geringer Teil der Fälle ungeheilt und führt mehr oder weniger rasch zum tödlichen Ausgang.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1959

Authors and Affiliations

  • R. Oppolzer
    • 1
  1. 1.Chirurgischen AbteilungWiener städtischen Allgemeinen PoliklinikÖsterreich

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