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Zur Frage der Peritonealdialyse bei Urämie

  • R. Herbst
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 12)

Zusammenfassung

Besteht das Prinzip der sogenannten künstlichen Niere in einer selektiven Diffusion, d. h. Dialyse, zu der das temporär dem Körper entzogene Blut gezwungen wird und deren Leistung durch die konstante Porengröfle einer leblosen Membran bestimmt wird, so wird bei der Peritonealdialyse dieser Austausch in eine Körperhöhle, nämlich in den Bauchraum, verlegt, wobei die Membranfunktion das lebende Peritoneum iibernimmt. Wir können beide Methoden nicht vergleichen. denn wir haben im ersten Fall den rein physikalisch-chemischen Vorgang der Diffusion vor uns, im letzten Falle aber einen auf lebendige Kräfte beruhenden Austausch durch Resorption und Ausscheidung als Membranfunktion des Bauchfelles. Daneben aber auch eine aktive Zelltätigkeit der Deckzellen und des Interstitiums inklusive Kapillaren. Gleichbleibend ist in beiden Fällen das Prinzip der Spülflüssigkeit, die dem Blute harnpflichtige Stoffe entziehen soll. Die Funktion des Peritoneums wird durch den anatomischen Bau bestimmt. Wir unterscheiden das Peritoneum parietale, viszerale und daneben das Omentum majus und minus. Alle drei mit einer Lage von Deckzellen versehen, die wohl die primäre Membranfunktion zu übernehmen haben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1959

Authors and Affiliations

  • R. Herbst
    • 1
  1. 1.Urologischen Abteilung des LandeskrankenhausesGrazÖsterreich

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