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Die akute Hypoxämie des Herzmuskels und ihre Beziehung zum vegetativen System

  • Egon Schönbrunner
Conference paper
Part of the Vierte Österreichische Ärztetagung Salzburg book series (ÄRZTETAGUNG, volume 4)

Zusammenfassung

Bei allen Untersuchungen von Hirnverletzten werden Störungen der vegetativen Funktionen bei einem gewissen Prozentsatz der Fälle gefunden. Dieser Prozentsatz ist bei frischen Hirnverletzungen größer und nimmt um so mehr ab, je länger die Hirnverletzungen zurückliegen. Wir hatten während des Krieges Gelegenheit, ganz frische, wenige Stunden bis 1 bis 2 Tage alte Hirnverletzungen klinisch und elektro-kardiographisch zu untersuchen. Diese frischen Hirnverletzungen sind — vom Standpunkte der vegetativen Funktion betrachtet — etwa vom 3. Tage an entsprechend dem sogenannten Hirnödemstadium, das etwa vom 3. bis zum 7. Tage nach der Verletzung dauert, gekennzeichnet durch eine ausgesprochene Sympathicotonie, d. h. ein Ausschwingen des vegetativen Pendels nach der sympathicotonen Seite mit Anstieg von Blutdruck und Temperatur, Blutsenkung, Links-verschiebung des Blutbildes und Oedemneigung. Die sympathicotone Phase geht dann in eine mehr oder weniger ausgeprägte vagotone Phase über, um schließlich in die normotone Gesundheitsphase auszuklingen. Zu unserer Ueberraschung fanden wir bei einem Großteil dieser Fälle Veränderungen des Ekg. vom Typus der Coronarinsuffizienz, die alle Schweregrade aufwiesen, wobei diese Veränderungen flüchtig, oft nur Stunden bis wenige Tage nachweisbar waren, in schweren Fällen aber dauernd bestehen blieben und post mortem Veränderungen des Herzmuskels im Sinne von interstitiellem Oedem und der Herzmuskelfibrillen selbst nachweisen ließen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1951

Authors and Affiliations

  • Egon Schönbrunner
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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