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Tagungsbericht pp 290-306 | Cite as

Die Zyklusstörungen und ihre Behandlung

  • T. Antoine
Conference paper
Part of the Vierte Österreichische Ärztetagung Salzburg book series (ÄRZTETAGUNG, volume 4)

Zusammenfassung

Neben den entzündlichen Veränderungen stellen die Zyklusstörungen wohl das größte Kontingent der gynäkologisch erkrankten Frauen dar. Sie können in vielen Fällen in ihrer Deutung, ihrer ätiologischen Klärung und Therapie große Schwierigkeiten bereiten. Die Schwierigkeit beginnt schon mit der Definition der Zyklusanomalie. Mehr wie auf anderen Gebieten sind hier die Grenzen zwischen Physiologie und Pathologie verwischt. Es ist manchmal sehr schwer zu entscheiden, wann eine Pause zwischen zwei Perioden zu lang oder zu kurz, wann eine Blutung zu stark oder zu schwach, wann eine Menstruation zu schmerzhaft sei. Die Gynäkologen sind sich nicht einmal darüber einig, was man als eine normale Menstruation bezeichnen soll: ob jede annähernd in gleichen Intervallen erscheinende Blutung (E. Novak) oder nur eine Blutung, der eine Umwandlung der Schleimhaut durch die Funktion eines Corpus luteum vorausgegangen ist (R. Meyer). Ich selbst glaube, daß man das letztere annehmen soll. Aber selbst dann kann man noch sagen, daß die Periode ein durchaus pathologischer Vorgang sei, der mit einer Zerstörung der Schleimhaut, mit einer Nekrose und Blutung einhergeht und daß die Regel ja keine Regel, ja daß sie überhaupt nicht da sein sollte. Denn die einzige Aufgabe der Veränderungen im Uterus ist die Vorbereitung auf die Schwangerschaft. Man kann diese Einschränkung aber wohl nicht so weit treiben, und deshalb bezeichnet man jede Blutung, die sich innerhalb der üblichen Schwankungen in bezug auf Zykluslänge, Stärke, Länge und Schmerzhaftigkeit hält und bei der eine transformierte Schleimhaut ausgestoßen wird, als eine normale Menstruation.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1951

Authors and Affiliations

  • T. Antoine
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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