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Tagungsbericht pp 219-226 | Cite as

Vegetative Schmerzbekämpfung der Neuritis

  • E. Pichler
Conference paper
Part of the Vierte Österreichische Ärztetagung Salzburg book series (ÄRZTETAGUNG, volume 4)

Zusammenfassung

Die Behandlungsmaßnahmen der Neuritis, gleichgültig, ob es sich um eine medikamentöse oder physikalische Maßnahme oder um eine Fiebertherapie handelt, zielen alle mehr oder minder auf eine Umstimmung der gestörten vegetativen Reaktionslage ab, stellen also alle in gewissem Ausmaß Methoden der vegetativen Schmerzbekämpfung dar. Während dabei der Angriffspunkt ein jeweils verschiedener ist, soll hier von einer Methode berichtet werden, die durch eine gezielte lokale Aenderung der vegetativen Innervation wirksam wird. Das Ziel, mit einem Minimum an therapeutischem Aufwand und Gefahren für einen größeren Körperbereich die vegetativen Fasern zu erfassen, wird am besten erreicht durch eine möglichst nahe am ZNS. angreifende Blockade, die aber wegen der Gefahren für den Kreislauf bei wiederholter Anwendung nicht im intraduralen, sondern im periduralen Raum ansetzen muß. Die Abschaltung betrifft hier nicht wie bei den meisten anderen Infiltrationsmethoden die postganglionären, sondern die präganglionären sympathischen Fasern, wodurch nach den Erfahrungen der Sympathicuschirurgie eine bessere Wirkung zu erwarten ist. Die Einbringung eines Anästhetikums in den Periduralraum, die Periduralanästhesie (PA.) wird nicht nur als Methode der Sympathicusblockade, sondern wegen der Ausschaltung der hinteren Wurzeln auch als Anästhesie für Operationen in zunehmendem Ausmaß schon an vielen Orten verwendet.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1951

Authors and Affiliations

  • E. Pichler
    • 1
  1. 1.GrazÖsterreich

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