Advertisement

Zusammenfassung

Hochwasserereignisse hat es wohl schon immer gegeben, doch sind die Schadensauswirkungen solcher Ereignisse in den letzten Jahrzehnten immer fühlbarer und stärker geworden. Die aufeinanderfolgenden Hochwasserkatastrophen in den Jahren 1958 und 1959, insbesondere in den Jahren 1965 und 1966, haben die Bedeutung von Schutzwasserbauten besonders klar erkennen lassen. Die Vermurungen und Überschwemmungen vernichteten nicht nur landwirtschaftliche Kulturen, sondern auch im großen Umfange Wohnhäuser, ganze Siedlungen, zerstörten wichtige Verkehrswege und Brücken, Straßen und Bahnlinien und verursachten große Schäden an Industrieanlagen; sogar Menschenleben waren zu beklagen. Der Schaden, der im Vermögen physischer und juristischer Personen eintrat und den die betroffenen Gemeinden, Bundesländer und der Staat erlitten, war beträchtlich. In vielen Fällen wurde die Aufbauarbeit von Generationen zerstört. Die eingetretenen Schäden und deren Behebung kosteten mehrere Milliarden Schilling, abgesehen von den nicht wieder gutzumachenden Schäden, vor allem den erlittenen Todesopfern. Die Maßnahmen des Schutzwasserbaues sind mehr als nur technische Maßnahmen wasserbaulicher Art; sie haben neben ihrer wirtschaftlichen Notwendigkeit ausgesprochene soziale Bedeutung und sichern den Lebensraum mit gesunder Daseinsordnung.

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1970

Authors and Affiliations

  • Ernst Güntschl

There are no affiliations available

Personalised recommendations