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Kriterien der Entwicklungsarbeit

  • Hans Homma
Chapter

Zusammenfassung

Wie können wir nun ein quantitatives Urteil über die f. p. E. einer Zygote gewinnen? So wie das Energieausmaß eines Menschen an dessen Taten beurteilt werden kann, so die f. p. E. einer Zygote an deren for-mativer Leistung, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß die formative Leistung im Rahmen der Entwicklung eines im System niedrig stehenden Tieres wie etwa eines Hohltieres geringer sein wird als die eines Wirbeltieres; aber auch innerhalb des Kreises der Wirbeltiere steigt diese Leistung von der Klasse der Fische bis zu der der Wirbeltiere. Denn es ist klar, daß mit zunehmender Septierung des Herzens, mit zunehmender Zerebration, mit der Vervollkommnung der Extremitäten usw. eine systemgemäße Zunahme der formativen Leistung Hand in Hand geht. Wir können also aus dem Endprodukt, bzw. aus dessen Anatomie auf das Ausmaß der zur Herstellung des Individuums notwendigen f. E. schließen, wohl gemerkt zunächst bloß über das notwendige Maß und nicht auf das tatsächlich vorhandene, etwa überschüssige Maß soleher Energie in der Zygote. Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt man, wenn man statt des anatomischen Entwicklungsproduktes die Stationen des Entwicklungsweges, also die Embryologie als Grundlage der Beurteilung wählt. Während die Entwicklungsarbeit, bzw. die hier notwendige f. p. E. der Zygote, wie ausgeführt, am besten am anatomischen Ausbildungsgrad des fertigen Individuums beurteilt werden kann, wird die Länge des Entwicklungsweges an Hand der Zahl der im Rahmen des biogenetischen Grundgesetzes durchlaufenen Stationen beurteilbar.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1958

Authors and Affiliations

  • Hans Homma
    • 1
  1. 1.pathologischen Institutes SalzburgUK

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