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Feldversuche zur Erprobung des Verfahrens

  • K. v. Frisch
Chapter

Zusammenfassung

Der Wert des Duftlenkungsverfahrens mußte in Feldversuchen großen Stiles geprüft werden, die durch den damaligen Leiter der deutschen Imkerschaft, Herrn Kickhöffel, angeregt und ermöglicht wurden. Die Grundzüge des Versuchsplanes waren: Auswahl zweier gleichartiger Felder, an denen Bienenvölker in gleicher Anzahl aufzustellen waren. Durchführung der Duftlenkung am Versuchsfeld, Fütterung der Völker mit gleichen Mengen duftlosen Zuckerwassers am Kontrollfeld. Um den Erfolg der Duftfütterung festzustellen, war 1. der Bienenbeflug des Versuchs- und Kontrollfeldes, 2. die Gewichtsveränderung der gelenkten und nicht gelenkten Völker, 3. der Samenertrag der beiden Felder zu ermitteln. Dies gilt für Kulturpflanzen. Bei Wildtrachtpflanzen tritt das Interesse am Samenertrag zurück und die Feststellungen konnten sich auf die für den Imker wesentlichen Gewichtsveränderungen der gelenkten und nicht gelenkten Völker beschränken. Diese Aufgabe, die einfachste, war mit einer genauen Wägung aller Völker zu Beginn und am Ende des Versuches erledigt. Der Beflug der beiden Felder wurde durch regelmäßig wiederholte Zählungen der Bienen auf einem abgesteckten Kontrollstreifen überwacht; bei einem Teil der Versuche wurde die Intensität des Befluges durch eine Pollenanalyse des Honigs objektiv überprüft; die Untersuchung der von beiden Völkergruppen entnommenen Honigproben besorgte Dr. Wohlgemuth am Hannoverschen Landesinstitut für Bienenforschung in Celle; war in dem Honig der duftgelenkten Völker der Blütenstaub der Versuchspflanze deutlich stärker vertreten als im Honig der nicht gelenkten Völker, so war daraus auf einen stärkeren Beflug der Blüten zu schließen. Bei der Ermittlung des Samenertrages waren die Schwierigkeiten und Fehlerquellen am größten. Oft konnte durch Zwischenfälle verschiedenster Art überhaupt nicht oder nicht zuverlässig in Erfahrung gebracht werden, welches Ergebnis beim Drusch der Felder erzielt wurde. Eine sehr häufige Wiederholung der Versuche wäre geboten gewesen. Da ihre Zahl durch äußere Umstände begrenzt war, untersuchten wir auf Vorschlag von Frl. Dr. v. Schelhorn zur Kontrolle der Ergebnisse in einigen Fällen auch den relativen Samenansatz durch Auszählen der Blüten und Samen an vorbestimmten Pflanzen von beiden Feldern.

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© Springer-Verlag Wien 1947

Authors and Affiliations

  • K. v. Frisch
    • 1
  1. 1.Universität GrazÖsterreich

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