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Tagungsbericht pp 377-379 | Cite as

Zur Indikationsstellung chirurgischer Eingriffe bei der Lungentuberkulose

Conference paper
Part of the Zweite Österreichische Ärztetagung Salzburg book series (ÄRZTETAGUNG, volume 2)

Zusammenfassung

Die chirurgische Kollapsbehandlung findet leider noch immer nicht die Anwendung, welche ihr zukommen müßte. Die Hauptursache dieses Umstandes ist darin zu suchen, daß über die Anzeigestellung zum Eingriff noch recht große Unklarheiten und Meinungsverschiedenheiten bestehen, welche zur Folge haben, daß die Anzeige zum Eingriff sehr oft viel zu spät, in einem Zustand der tuberkulösen Erkrankung, gestellt wird, bei welchem die Gefahren des Eingriffes groß, die Heilungsaussichten aber nur mehr recht gering sind. Besonders groß sind die Meinungsverschiedenheiten bezüglich Anzeigestellung und Berechtigung des Verfahrens beim extrapleuralen Pneumothorax (Pneumolyse). Es ist noch nicht genügend klargestellt und nicht genügend allgemein bekannt, bei welchen Fällen eine Thorakoplastik und wann der extrapleurale Pneumothorax durchgeführt werden soll. Man scheint noch vielfach der Ansicht zu sein, daß diese beiden Verfahren Konkurrenzmethoden sind. Als Richtlinie gilt heute, daß die ideale oder absolute Indikation zum extrapleuralen Pneumothorax dann gegeben ist, wenn bei Frühkavernen oder Infiltraten mit Zerfall im Obergeschoß die Anlegung eines intrapleuralen Pneumothorax dringend geboten wäre, aber wegen Verwachsungen der Pleurablätter nicht oder nur unvollständig möglich ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1949

Authors and Affiliations

  • H. Kunz
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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