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Frequenz und Art gegenwärtiger Todeskrankheiten

  • H. Chiari
Conference paper
Part of the 1. Österreichische Ärztetagung Salzburg book series (ÄRZTETAGUNG, volume 1)

Zusammenfassung

M. H.! In einer jüngst erschienenen Veröffentlichung anläßlich der Hundertjahrfeier der Oesterreichischen Akademie der Wissenschaften habe ich Gelegenheit genommen, einen Vergleich zwischen den Todeskrankheiten von heute und vor 100 Jahren zu ziehen. Wir konnten damals darauf hinweisen, wie dank den Fortschritten der medizinisehen Wissenschaft eine ganze Reihe von Krankheiten unter den unmittelbar zum Tode führenden Leiden in ihrer Frequenz so weit zurückgedrängt warden sind, daß sie heutigentags nur mehr selten dem pathologischen Anatomen zu Gesicht kommen. So ist vor allem das Kindbettfieber dank der durch Semmelweis inaugurierten prophylaktischen Maßnahmen so gut wie verschwunden. Leider sind wir bei zahlreichen anderen Todeskrankheiten nicht in dieser glücklichen Lage. Nach wie vor haben wir nur zu reichlich Gelegenheit, ihnen im Seziersaale zu begegnen, und gerade dieser Umstand läßt es berechtigt erscheinen, auf dieser, den Gegenwartsaufgaben der ärztlichen Wissenschaft gewidmeten Tagung auf diese Leiden hinzuweisen. Ergibt sich doch daraus zwangsläufig die Forderung, unablässig nach den Ursachen dieses häufigen, ja oftmals gehäuften Auftretens zu forschen, um Mittel und Wege zu finden, desselben Herr zu werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1948

Authors and Affiliations

  • H. Chiari
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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