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Messungen der Hirndurchblutung mit der Methode Kety-Schmidt bei Schädelinnendrucksteigerung

  • H. Gänshirt
Conference paper
Part of the Acta Neurochirurgica Supplement book series (NEUROCHIRURGICA, volume 7)

Zusammenfassung

Wer mit dem Begriff Hirndurchblutungsstörung eine Vorstellung verbinden will und nach den Ursachen und Wirkungen von Zirkulationsstörungen sucht, hat das Bedürfnis, exakte Angaben über die Durchblutung zu erhalten, d. h. sie zu messen. 1945 berichteten Kety und Schmidt erstmals über eine Methode, die dieses Ziel auf gasanalytischem Wege erreicht. Diese Technik hat sich in den vergangenen 14 Jahren durchgesetzt und zu gut übereinstimmenden Resultaten geführt. Ihre Vorzüge bestehen darin, daß sie quantitative Angaben erlaubt, daß sie auch am Menschen anwendbar ist and daß ohne wesentlichen Mehraufwand der Hirnsauerstoffverbrauch und der Gefäßwiderstand im Gehirn bestimmt werden können. Die Methode unterliegt aber auch einigen Einschränkungen. Sie erlaubt z. B. keine lokalen Messungen am Gehirn und nicht die Erfassung schneller Änderungen der Durchblutung, weil eine Einzelmessung schon 10–15 min beansprucht. Die intrakranielle Drucksteigerung, deren Symptome zu einem großen Teil auf Hirndurchblutungsstörungen zurückgeführt werden, bietet günstige Voraussetzungen für die gasanalytische Methode. Wer die Technik benutzt und wer sich anschickt, Rückschlüsse auf die Pathophysiologie der Hirndrucksteigerung aus seinen Ergebnissen zu ziehen, sollte aber einiges berücksichtigen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1961

Authors and Affiliations

  • H. Gänshirt
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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