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Über die Möglichkeit, den Stoffaustausch zwischen Blut und ZNS therapeutisch zu beeinflussen

  • G. Quadbeck
Conference paper
Part of the Acta Neurochirurgica Supplement book series (NEUROCHIRURGICA, volume 7)

Zusammenfassung

Wenn wir von Hirndurchblutungsstörungen sprechen, so meinen wir eigentlich Ernährungsstörungen des Gehirns. Um eine ausreichende cerebrale Ernährung zu gewährleisten, müssen aber außer der Durchblutung auch die Mechanismen intakt sein, welche die Nährstoffe aus dem Blut ins Gehirn transportieren. Zwischen Blut und Gehirn findet bekanntlich kein freier Stoffaustausch statt (Goldmann), vielmehr besteht hier ein Diffusionshindernis, das wir als Blut-Hirnschranke (Spatz) bezeichnen. Es soll hier nicht auf die anatomischen Strukturen, die am Aufbau der Blut-Hirnschranke beteiligt sind (Quadbeck und Heimchen), eingegangen werden, es soll vielmehr dieses Regel-, Sperr- und Transportsystem vom Funktionellen her betrachtet werden. Wir haben die Blut-Hirnschranke früher einmal (Becker und Quadbeck) verglichen mit der Wand einer Riesenzelle, die nahezu das ganze ZNS einschließt. Wir können heute vielleicht richtiger sagen, daß im Bereich des ZNS wesentliche Funktionen, die sonst von der Zellwand wahrgenommen werden, in die Gefäßwand und deren unmittelbare Umgebung lokalisiert sind.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1961

Authors and Affiliations

  • G. Quadbeck
    • 1
    • 2
  1. 1.Psychiatr. u. Neurol. Klinik d.Universität des Saarlandes, Neurochemische AbteilungHomburg/SaarDeutschland
  2. 2.Institut fur ChemieMax-Planck-Institut für medizinische ForschungDeutschland

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