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Akkumulatorentriebfahrzeuge

  • Karl Sachs
Chapter

Zusammenfassung

Während die in den vorangegangenen Abschnitten behandelten elektrischen Triebfahrzeuge an eine über oder neben dem Geleise verlegte besondere Stromzuführungsanlage gebunden sind, mit der sie durch besondere Organe, den sogenannten Stromabnehmern, beständig in leitender Verbindung stehen, führen die Triebfahrzeuge, von denen nachstehend die Rede ist, die ihre Triebmotoren speisende Energiequelle begrenzter Ergiebigkeit mit sich. Je nachdem, ob diese Energiequelle in einer Akkumulatorenbatterie oder in einem Thermomotor mit gekuppeltem elektrischem Generator besteht, unterscheidet man zwischen Akkumulatorentriebfahrzeugen und thermoelektrischen Triebfahrzeugen. In einem Fall ist die Reichweite, d. i. der Aktionsradius des Fahrzeuges, durch die Kapazität der Batterie, im anderen durch die mitnehmbare Brennstoffmenge bestimmt. Dieser grundsätzliche bauliche Unterschied der Speichertriebfahrzeuge gegenüber jenen mit Stromzuführung von außen bedingt auch ein wesentlich anderes Betriebsverhalten. Während das auf die Stromzuführungsanlage arbeitende ortsfeste Kraftwerk jede den Triebmotoren etwa bei Befahrung von Steilrampen zumutbare Überlastung ohne weiteres zu decken vermag, sind die Energiespender der Speichertriebfahrzeuge nur wenig überlastbar. Man wird daher diese Fahrzeuge dort verwenden, wo keine größeren Überlastungen gefordert werden, also auf Strecken oder Straßen mit mehr oder weniger gleichbleibendem Profil, so daß entweder die Fahrt in der Ebene oder jene auf der Steigung für Batterie oder Thermomotor mehr oder weniger die Dauerlast darstellt. Unabhängig davon werden Fahrzeuge dieser Art im Bahnverkehr auf Strecken eingesetzt werden, deren Verkehrsdichte nicht jene Größe erreicht, daß sich die Erstellung der kostspieligen Fahrleitung samt Unterwerken und Kraftwerk lohnt. Dazu kommt die beträchtlich zunehmende Verwendung derartiger Fahrzeuge in Form von Schleppern und Hubstaplern im innerbetrieblichen Werksverkehr.

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Referenzen

  1. 1.
    Siehe L. Jumau, Rev. gén. Electr. 1941, 199; ferner F. Christen, Schweiz. Bauztg. 1923, I, S. 35.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1973

Authors and Affiliations

  • Karl Sachs
    • 1
    • 2
  1. 1.Eidgenössischen Technischen Hochschule ZürichSwitzerland
  2. 2.Technischen Hochschule WienÖsterreich

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