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Die mechanischen Bremsen und deren Zubehöre

  • Karl Sachs
Chapter

Zusammenfassung

Die Bremsen oder allgemein das Bremsproblem und deren Lösung spielen in der Eisenbahntechnik heute eine um so größere Rolle, als die betriebsmäßigen Geschwindigkeiten bereits normale Höchstwerte von 150 bis 200 km/h erreicht haben und solche von 300 km/h in absehbarer Zeit wahrscheinlich werden erreicht werden müssen1. Denn Flugzeuge mit diesen “niedrigen” Geschwindigkeiten sind heute schon nicht mehr gefragt. Im Eisenbahnverkehr sind aber derartige Höchstgeschwindigkeiten, ja schon solche zwischen 120 und 150 km/h, sogar dann, wenn man sich entschließen würde, den heute in Europa vorherrschenden Sicherheitsabstand zwischen Vor- und Hauptsignal von 1000 m auf 1200 bis höchstens 1500 m zu erhöhen, nur unter Anwendung wesentlich größerer Bremsverzögerungen möglich. Diese aber sind es, die die an sich ihrer Natur nach unverändert gebliebene Problematik der Bremse so wesentlich verschärft haben. Diese Problematik besteht, prägnant ausgedrückt, in der zuverlässigen Umwandlung der kinetischen Energie der fahrenden Züge in Wärme bei Haltebremsungen aus noch höheren Geschwindigkeiten als bisher oder bei Dauerbremsungen in Gefällen und die gleichmäßige und exakte Steuerung dieser also als „Energieumwandlungsmaschine“ wirkenden Bremse, wobei für eine die übrige Fahrzeugausrüstung in keiner Weise gefährdende Abfuhr der bei dieser Energieumwandlung frei werdenden Wärmemenge gesorgt werden muß.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1973

Authors and Affiliations

  • Karl Sachs
    • 1
    • 2
  1. 1.Eidgenössischen Technischen Hochschule ZürichSwitzerland
  2. 2.Technischen Hochschule WienÖsterreich

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