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WEG

  • Till Hausmann
  • Andreas Vonkilch

Zusammenfassung

§ 18 Abs 1 und 3 entsprechen im Kern § 13c Abs 1 und Abs 2 des WEG 1975, die in dieses mit Wirkung vom 1.1.1994 als Kernstück des WE-rechtlichen Teils des 3. WÄG eingefügt worden waren und die Wohnungseigentümergemeinschaft als rechtsfähige Verwaltungsgemeinschaft etabliert hatten. Zwar wurde § 13c Abs 1 WEG 1975 durch das WEG 2002 nicht unverändert übernommen: Einerseits ist seine Anordnung, dass die Mit- und Wohnungseigentümer der Liegenschaft eine eigene Verwaltungsgemeinschaft bilden, nunmehr im Rahmen der — um die Klarstellung hinsichtlich der Qualifikation der Gemeinschaft als juristische Person erweiterten — Begriffsbestimmungen des § 2 Abs 5 zu finden. Andererseits wird diese Gemeinschaft nun kurz als „Eigentümergemeinschaft” bezeichnet (Rz 50 zu § 2), und es werden als ihre Mitglieder — angesichts des nunmehrigen Zwangs zur durchgehenden (Neu-)Begründung von WE an allen WE-Objekten in § 3 Abs 2 -nur mehr Wohnungseigentümer genannt. Im übrigen läßt § 18 Abs 1 die Gemeinschaft aber im Wesen unverändert, stattet sie im selben Ausmaß mit auf die Liegenschaftsverwaltung beschränkter Rechtsfähigkeit aus und ordnet ihr wie bisher einen an die Liegenschaft anknüpfenden allgemeinen Gerichtsstand zu, der auch Wahlgerichtsstand für Klagen der Gemeinschaft gegen ihre Mitglieder ist. Abs 3 -gegenüber § 13c Abs 2 WEG 1975 verbal und inhaltlich modifiziert — konstituiert wie bisher einen den Gemeinschaftsgläubigern offen stehenden Haftungsfonds, indem die Vollstreckung von gegen die Eigentümergemeinschaft ergangener Exekutionstitel auf die Rücklage und (sonstige) Beiträge der Wohnungseigentümer für Aufwendungen, ersatzweise die entsprechende Forderung der Eigentümergemeinschaft, beschränkt wird, und ordnet schließlich eine subsidiäre, anteilige Ausfallshaftung der Wohnungseigentümer für Gemeinschaftsschulden an.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2003

Authors and Affiliations

  • Till Hausmann
    • 1
  • Andreas Vonkilch
    • 2
  1. 1.WienÖsterreich
  2. 2.Institut für ZivilrechtUniversität WienÖsterreich

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