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Zusammenfassung

Die Ergebnisse zeigten die großen Unterschiede in den Spannungs- und Verformungsverhältnissen der Stöße der verschiedenen Bauwerke. Aus den Meßergebnissen ging auch hervor, daß es sich nicht um zufällige und deshalb nicht beherrschbare Erscheinungen handelt, sondern daß die erreichten Verhältnisse eine unmittelbare Folge der konstruktiven, montagetechnischen und schweißtechnischen Herstellungsbedingungen sind. Die in manchen Fällen im Verhältnis zu der vorliegenden, schwierigen Aufgabe erreichten, überraschend guten Lösungen einerseits und die in manchen Fällen auffälligen Erscheinungen andererseits werden es auch Betrachtern, die vielleicht die Vermeidung großer Querverspannungen unter solch schwierigen Bedingungen für eine unlösbare Aufgabe hielten, erwünscht erscheinen lassen, die konstruktiven, montagetechnischen und schweißtechnischen Herstellungsbedingungen herauszuarbeiten, durch die besonders ungünstige Verhältnisse, für deren Unschädlichkeit kein schlüssiger Beweis zu erbringen ist, vermieden werden.

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Notes

Referenzen

  1. 1.
    Der Berichterstatter hält die Erreichung der Verspannungsfreiheit durch besonders große Dehnlängen, wie sie z. B. bei dem Hökendorfer Bauwerk angewendet wurden und hier auch zum Erfolg führten, aus den obengenannten Gründen nicht für die zweckmäßigste Lösung.Google Scholar
  2. 1.
    Ein wesentlich kleineres Maß als 1 merscheint nicht empfehlenswert. Bei schweren Trägern ist eine Annäherung an die obere Grenze gegeben. Die Dehnlänge von nur 0,75 m bei den schweren Trägern des Rüdersdorfer Bauwerks erscheint zu gering.Google Scholar
  3. 2.
    Anordnung wie bei der Sprottetalbrücke.Google Scholar
  4. 3.
    Bei geringeren Dehnlängen wird dies meistens schon durch die bereits fertigen Halsnähte, in deren Bereich sich die Spannvorrichtung gegen den Träger abstützt, der Fall sein. Bei größeren offenen Halsnahtlängen kann dagegen auch bei sonst gut ausgebildeten Spannvorrichtungen eine Nachgiebigkeit vorliegen. Nach Auffassung des Berichterstatters kann dieser Umstand bei der Queisbrücke eine gewisse Rolle gespielt haben.Google Scholar
  5. 4.
    Bei dicken Gurtnähten wird man mehr Lagen in den Gurten legen können als bei schwächeren Platten. Bei der Lübeck-Eutiner Brücke mit 54 mm Plattendicke wurden 4 bis 5 Lagen eingelegt, ehe die Stegnahtschweißung begann, ohne daß eine wesentliche Verspannungswirkung eintrat. Die Vollschweißung der Gurtnähte bis 1/4 der Plattendicke vor Beginn der Stegnaht führte in den Untersuchungen schon zu merklichen Verspannungen.Google Scholar
  6. 1.
    Elektroschweißg Bd. 10 (1939), H. 6, S. 112.Google Scholar
  7. 2.
    Die großen Biegespannungen bei den Rüdersdorfer Stößen und bei der Queisbrücke haben nach Auffassung des Berichterstatters ihre wesentliche Ursache darin, daß die Ausführung der Gurtnähte durch nur einen Schweißer zu regelmäßigen Zwischenabkühlungen in den Gurtplatten führte. Zwar kann die kontinuierliche Arbeitsweise besonders in den spitzen Ecken von Schrägstößen zu starken Wärmestauungen führen, so daß Abkühlungspausen notwendigerweise eingelegt werden müssen. Der hierbei auftretenden, verstärkten Krümmungsneigung ist durch Stemmen zu begegnen.Google Scholar
  8. 3.
    Eine Schweißausführung, die eine Behebung größerer Querverspannungen zum Ziel hätte, würde gerade entgegengesetzte Maßnahmen erfordern.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1940

Authors and Affiliations

  • G. Bierett
    • 1
  1. 1.Staatliches Materialprü ungsamtBerlin-DahlemDeutschland

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