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Migranten

  • Aemin-Ahmaed Gharevi
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Zusammenfassung

Die Geschichte wirtschaftlicher Migration ausländischer Arbeitnehmer in die Bundesrepublik Deutschland begann 1960 mit „Gastarbeitern“ aus der Türkei und weiteren Anwerbeländern in Südeuropa. Parallel dazu entwickelte sich eine politische Migration aufgrund des geltenden Asylrechts.

Die anfängliche Annahme von Deutschen wie Migranten, diese würden nach einer gewissen Zeit wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren, erwies sich für beide Seiten als Illusion. Inzwischen leben bereits mehrere Folgegenerationen dieser Menschen hier mit derzeit ca. 9% Anteil an der Gesamtbevölkerung und den 1999 vier häufigsten Nationalitäten: Türkei, BR Jugoslawien, Italien und Griechenland. Die Bundesrepublik Deutschland ist zum Einwanderungsland in globalem Rampenlicht geworden. Sie repräsentiert — auch im Ausland — eine hochtechnisierte pluralistische Gesellschaft mit naturwissenschaftlich zentriertem Medizinverständnis und komplexen Versorgungsinstitutionen. Eine gelingende Integration von Migranten trägt gesamtgesellschaftlichen Benefit (Unabhängige Kommission 2001).

Die allgemeinärztliche Betreuung von Migranten — neu eingereister als auch möglicherweise seit Generationen hier lebender — ist ein besonders forderndes und anspruchsvolles Aufgabenfeld. Sie erfordert den Erwerb interkultureller Kompetenz zur Überwindung von Zugangsbarrieren zwischen vielfach noch unterprivilegiertem Patient und Gesundheitssystem durch aktive, zielgruppenspezifische Angebotsgestaltung. Sie stellt neben der geforderten sozial integrativen Funktion auch eine mögliche Bench-Mark des „Unternehmers Arzt“ dar

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2004

Authors and Affiliations

  • Aemin-Ahmaed Gharevi
    • 1
  1. 1.Siegen-WeidenauGermany

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