Advertisement

Krankheitsgewinn

  • Martin Momburg
Chapter

Zusammenfassung

Krankheitsgewinn stellt heute, jenseits seiner Facetten der neurotischen Konflikt-vermeiclung vor allem ein sozialmedizinisch und ökonomisch ernsthaftes Problem dar. Vom Hausarzt fordert der Patient im Sinne des sekundären Krankheitsgewinns Bescheinigungen überwiegend für eine Arbeitsunfähigkeit im Kontext von Arbeitslosigkeit und dem krankheitsbedingten frühzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben. Dadurch entstehen für den Hausarzt typische Konfliktsituationen, da er sich einerseits der Gemeinschaft gegenüber verpflichtet sieht, andrerseits aber angesichts gängiger Praxis im medizinischen und sozialen Versorgungssystem oft kaum Möglichkeiten hat, die Durchsetzung der Ziele des Patienten zu verhindern. Krankheitsgewinn muss deshalb möglichst früh erkannt werden. Dann kann es gelingen, durch die systematische Offenlegung der Situation und ihrer Konsequenzen für den Patienten Krankheitsgewinn als fehlleitend zu erkennen. Dazu muss der Hausarzt die Faktoren kennen, die im Allgemeinen und in seinem eigenen Verhalten therapeutische Maßnahmen stützen und Einsicht beim Patienten fördern.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. BGH 6. Zivilsenat, Datum: 12.11.1985, Az: VI ZR 103/84) In: http://ruessmann.jura.uni-sb.de/ rw20/Haflung/hiic8.htmGoogle Scholar
  2. Birbaumer N, Bock K-W (1998) Multiple Chemical Sensitivity: Schädigung durch Chemikalien oder Nozeboeffekt Deutsches Ärzteblatt 95(3): A–91Google Scholar
  3. Deutsche Gesellschaft für Psychotherapie, Leitlinien, Ärztliche Begutachtung in der Psychosomatik, http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/psytm022.htmGoogle Scholar
  4. Deutsche Gesellschaft für Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Hrsg) (2000) Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes-und Jugendalter. Deutscher Ärzte Verlag, KölnGoogle Scholar
  5. Ermann M, (1995) Psychotherapeutische und psychosomatische Medizin, Manual 17, Kohlhammer-Verlag, Stuttgart, 93Google Scholar
  6. Gesundheitsbrockhaus, http://www.aponet.de/gesundheitsbrockhaus/index.php?werk_id=bgesund-heit&artikel_id=begehrensGoogle Scholar
  7. Göbel K, Graf-Baumann T, Zenz M, Haag G, Baar H, Grotemeyer K-H, Pfaffenrath V, Ribbat M-J, Diener H-C (1999) Prophylaxe und Therapie des medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerzes Therapieempfehlung der Deutschen Migräne-und Kopfschmerzgesellschaft. Schmerz 13:52–57CrossRefGoogle Scholar
  8. Härtung T (1998) http://www.uni-konstanz.de/FuF/Bio/zfbm/lehre/Einfuehrung_II/geistige.htmlGoogle Scholar
  9. Huber H (Hrsg) (1991) Internationale Klassifikation psychischer Störungen. Huber, Bern Göttingen TorontoGoogle Scholar
  10. Momburg M, Fischer G (1997) The Problem of Placebo and therapeutic effictiveness or the „Hunger for healing — engima“ 10 Hypotheses. http://www.symposion.com/MediChart/englisch/index.htm
  11. Momburg M, Fischer G (2003) Rationales ärztliches Handeln in der Allgemeinmedizin zwischen Evidenz-basierter Medizin, Compliance und Placebophänomenen http://www.symposion.com/MediChart/index.htm
  12. Psychologie-Fachgebärdenlexikon: Krankheitsgewinn. http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/Pro-jekte/PLex/PLex/lemmata/K-Lemma/Krankhei. htm
  13. Schuler B, Epilepsie — Medizinische Aspekte http://www.isb.bayern.de/bf/chronischkrank/epilepsie4. html
  14. Weizsäcker von V (2000) In: Stein R (2000) http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2000/ll/13/ak-ws-9976. html
  15. Wiegand M http://www.isb.bayern.de/bf/chronischkrank/epilepsie4.html

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2004

Authors and Affiliations

  • Martin Momburg
    • 1
  1. 1.Chefarzt Eggeland-KlinikBad DriburgGermany

Personalised recommendations