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Funkmeß pp 36-41 | Cite as

Die Entwicklung im Ausland

  • Frank Reuter
Chapter
Part of the Wissenschaftliche Abhandlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (WISSABHAGFO, volume 42)

Zusammenfassung

Als Kühnhold 1936 seinen Vortrag im Allgemeinen Marineamt hielt, wies er schon darauf hin, daß mit Sicherheit die Möglichkeit der Verwendung von Funkwellen zur Ortung von Flugzeugen und Schiffen auch viele Wissenschaftler und Techniker in den Vereinigten Staaten von Amerika, England, Frankreich und Italien beschäftigte. Besonders wichtig erschien ihm die französische Entwicklung, das sogenannte „Normandie“-Gerät, welches Ende 1935 auf dem Passagierschiff „Normandie“ eingebaut worden war und wahrscheinlich auf einer Wellenlänge von 16 Zentimeter arbeitete. Um stets über die Entwicklungen des Auslandes unterrichtet zu sein und daran den eigenen Entwicklungsstand messen zu können, forderte er einen verstärkten Einsatz des Geheimdienstes1. Im Frühjahr 1939 ließ der Chef des Nachrichtenverbindungswesens der Luftwaffe, wie Churchill in seinen Memoiren berichtet, das Luftschiff „Graf Zeppelin“ mit speziellen Beobachtungsempfängern ausstatten und auf drei Erkundungsflügen die Ostküste Englands überwachen, um eventuelle britische Funkmeßausstrahlungen festzustellen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1971

Authors and Affiliations

  • Frank Reuter

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