Advertisement

Entwicklung, Formen und Rechtsnatur der Betriebsunterbrechungsversicherung

  • Karl Hax
Chapter
Part of the Sammlung Mathematisch-Physikalischer Lehrbücher book series (VSV)

Zusammenfassung

Während die Feuersachversicherung in ihren neuzeitlichen Formen bereits seit dem 17. Jahrhundert betrieben wird, hat die Versicherung des durch ein Schadenfeuer entgehenden Gewinns erst im 20. Jahrhundert praktische Bedeutung gewonnen. Das ist erstaunlich, wenn man berücksichtigt, welche Ausdehnung und Bedeutung die Feuerversicherung in dieser Zeit erlangt hat. Man war sich schon früh bewußt, daß die Wirkungen eines Schadenfeuers nicht auf die Vernichtung von Sachen durch unmittelbare Einwirkung des Feuers beschränkt blieben, sondern daß daneben noch mit bedeutenden Folgeschäden zu rechnen war. Bei diesen Folgeschäden handelt es sich um Sachschäden und um infolge des Brandes entgehenden Gewinn. Die als Folgeschäden auftretenden Sachschäden können bereits bei der Bekämpfung des Brandes eintreten, z. B. durch Löschen, Niederreißen und Ausräumen, oder sie entstehen bei Gelegenheit des Brandes, z. B. durch Abhandenkommen von Sachen, oder sie treten erst nach dem Brande ein, z. B. durch Verderb von Vorräten infolge Zerstörung der Kühl- oder Trockenanlagen. Der Versicherungsschutz wurde zwar schon früh auch auf die bei Bekämpfung des Brandes oder bei Gelegenheit des Brandes entstehenden Sachschäden ausgedehnt180.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 180.
    Vergleiche Verfassung der Gothaer Feuerversicherungsbank von 1820, § 36, Verfassung der Berliner Feuerversicherungsanstalt von 1812, Artikel 43, und Allgemeine Feuerversicherungsbedingungen der Aachener und Münchener Feuerversicherungsgesellschaft von 1829, § 2. Sammlung von Versicherungsbedingungen deutscher Versicherungsanstalten, 1. Teil, Berlin 1908, S. 12, 24 und 26.Google Scholar
  2. 181.
    B. bei der Hamburger Generalfeuerkasse vor 1817 mit 25 %, bei einigen Schizer Kantonen mit 10, 15 und 20%. F. Bon: Die Brand-Chomageversicherung. Zeitschr. f. d. gesamte Versicherungswissenschaft, 1913, S. 190.Google Scholar
  3. 182.
    Bon, a. a. O., S. 211.Google Scholar
  4. 183.
    Le Chartier et Dardonville: Dictionnaire complet des Tarifs-Incendie, Paris 1925, S. 91.Google Scholar
  5. 184.
    Bon, a. a. O., S. 199 ff.Google Scholar
  6. 185.
    Nordengren, a. a. O., S. 4.Google Scholar
  7. 186.
    Buchanan, a. a. O., S. 132. Zur Geschichte der englischen Profit Insurance vergleiche weiter Buchanan, a. a. O., S. 4 ff., Macken, a. a. O., S. 8, A. Ferdinandson, a. a. O., S. 567.Google Scholar
  8. 187.
    Nordengren, a. a. O., S. 4.Google Scholar
  9. 188.
    Foster, a. a. O., S. 19.Google Scholar
  10. 189.
    V. A. 1910, S. 119.Google Scholar
  11. 190.
    V. A. 1910, S. 121.Google Scholar
  12. 191.
    V. A. 1911, S. 227.Google Scholar
  13. 192.
    Birck, a. a. O., S. 189.Google Scholar
  14. 193.
    Retze, C.: Die Betriebsversicherung in der Nachkriegszeit. Zeitschr. f. d. ges. Versicherungswissenschaft 1928, S. 107.Google Scholar
  15. 194.
    Walter Rohrbeck: Die Problematik der Marktanalyse in der deutschen Versicherungswirtschaft. Z. f. h. F. 1942 S. 33.Google Scholar
  16. 195.
    Buchanan, a. a. O., S. 34.Google Scholar
  17. 196.
    Vergleiche Wilhelm Kisch: Handbuch des Privatversicherungsrechts, Band 3: Die Lehre vom Versicherungsinteresse, München 1922Google Scholar
  18. 196a.
    E. Bruck: Privatversicherungsrecht, Berlin 1930.Google Scholar
  19. 197.
    H. Winkler: Die Gewinnversicherung, Hamburg 1930, S. 13.Google Scholar
  20. 198.
    R. Sonderegger: Die Gewinnversicherung und die Betriebsverlustversicherung, Bern 1935, S. 62.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1949

Authors and Affiliations

  • Karl Hax
    • 1
  1. 1.DarmstadtDeutschland

Personalised recommendations