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Inhalt und Umfang des Versicherungsschutzes in der Betriebsunterbrechungsversicherung

  • Karl Hax
Chapter
Part of the Sammlung Mathematisch-Physikalischer Lehrbücher book series (VSV)

Zusammenfassung

Von den verschiedenenArten der Betriebsunterbrechungsversicherung hat bisher nur die Versicherung gegen Schaden durch Betriebsunterbrechung infolge Brand, Blitzschlag und Explosion (Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung) praktische Bedeutung erlangt. Sie ist die eigentliche Betriebsunterbrechungsversicherung und deshalb der ausschließliche Gegenstand der folgenden Untersuchung. Größere Entwicklungsmöglichkeiten hat neben ihr nur noch die Versicherung gegen Schäden durch Betriebsunterbrechung infolge Maschinenbruch (Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung). Bei den übrigen versicherbaren Sachschäden ist die Gefahr einer nachfolgenden Betriebsunterbrechung im allgemeinen gering, so daß ein Versicherungsbedürfnis kaum besteht.

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Referenzen

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    Eine ähnliche Bestimmung findet sich auch in den Vereinigten Staaten. In der Coinsurance form der Use und Occupancy Insurance wird der Gegenstand der Versicherung wie folgt bestimmt: “Net profit and such charges and other expenses as must necessarily continue during a total or partial suspension of bussiness, to the extent only that such charges and expenses would have been earned had no fire occured.” Foster, a.a. Ö., S.68.Google Scholar
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    Birck, a. a. O., S. 38. In den Schweizer BUB (System A) wird dieser Forderung durch folgende Bestimmung in Art. 4, Absatz 3, entsprochen: „Geschäftsgewinn und fortlaufende Unkosten gelten als eine Gruppe, gleichgültig, ob deren Versicherungssummen in der Police für beide Gegenstände in einem Betrage zusammengefaßt oder in zwei Beträgen ausgeschieden sind.“Google Scholar
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  26. 82.
    Birck, a. a. O., S. 66.Google Scholar
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  28. 84.
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  29. 85.
    Nach den jetzt gültigen Schweizer BUB (System A) werden Löhne und Gehälter entschädigt, wenn „ihr Weiteraufwand während der Haftzeit rechtlich oder wirtschaftlich begründet ist.“ (Art. 22, Abs. b). Es besteht also jetzt Übereinstimmung mit der deutschen Regelung.Google Scholar
  30. 86.
    Birck, a. a. O., S. 66.Google Scholar
  31. 87.
    Nordengren, a. a. O., S. 28.Google Scholar
  32. 88.
    Man unterscheidet in den Vereinigten Staaten folgende Formen der Betriebsunterbrechungsversicherung: 1. Per-diem form mit einer Haltungsbegrenzung für jeden Geschäftstag (= 1/300 der Jahresversicherungssumme) 2. Weekly form mit einer Haftungsbegrenzung für jede Woche (= 1/52 der Jahresversicherungssumme) 3. Monthly form mit einer Haftungsbegrenzung für jeden Monat (= 1/12 der Jahresversicherungssumme) 4. Coinsurance form; sie entspricht im wesentlichen einer deutschen Unterbrechungsversicherung mit einer Haftzeit von 12 Monaten. Vergleiche dazu K. Hax: Die Betriebsunterbreehungsversicherung in den Vereinigten Staaten. Zeitschrift f. d. ges. Versicherungswissenschaft, Berlin 1942, S. 156.Google Scholar
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  34. 90.
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  35. 91.
    Vergleiche Zweiter Teil, Abschnitt B VIII 1 b!Google Scholar
  36. 92.
    Denselben Standpunkt vertritt Buchanan, a. a. O., S. 77.Google Scholar
  37. 93.
    Vergleiche Allgemeine Regeln zur industriellen Kostenrechnung, S. 53.Google Scholar
  38. 94.
    Siehe Zweiter Teil, Abschnitt C V!Google Scholar
  39. 95.
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  40. 96.
    E. Hoppe: Grundbegriffe, a. a. O., S. 761.Google Scholar
  41. 96a.
    In der Praxis des betrieblichen Rechnungswesens wird die Gewerbe-Ertragsteuer allgemein als Kostenbestandteil behandelt. Damit stimmen auch die staatlichen Kostenrechnungsvorschriften überein (LSÖ Nr. 50 Abs. 2). Vergl. K. van der Velcle, Herstellungskosten in der Kostenrechnung und in der Steuerbilanz, Stuttgart 1948, S. 72.Google Scholar
  42. 97.
    Mellerowicz, a. a. O., S. 118.Google Scholar
  43. 98.
    Durch die Ablösung der Hauszinssteuer auf Grund der Verordnung über die Gebäude-Entschuldungssteuer vom 31. 7. 1942 ist die Hauszinssteuer fortgefallen; die vorstehenden Ausführungen behalten aber ihre Bedeutung für die Grundsteuer.Google Scholar
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  51. 104.
    E. Schmalenbach: Selbstkostenrechnung, Leipzig 1934, S. 42.Google Scholar
  52. 105.
    Auch Buchanan rechnet die legal expenses zu den nichtfortlaufenden Kosten, a. a. O., S. 89. Wenn allerdings von Seiten der deutschen Versicherer behauptet wird, die Versicherung der Prozeßkosten könne den Versicherungsnehmer dazu veranlassen, ungerechtfertigte Prozesse zu führen, so steht dieses Bedenken auf derselben Ebene wie die Befürchtung, die Gebäude-Feuerversicherung könne den Versicherungsnehmer dazu verleiten, sein Haus in Brand zu stecken.Google Scholar
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  56. 109.
    F. Schmidt: Kalkulation und Preispolitik, Berlin 1930.Google Scholar
  57. 110.
    Vergleiche S. 152.Google Scholar
  58. 111.
    Vergleiche S. 141.Google Scholar
  59. 112.
    Vergleiche S. 34.Google Scholar
  60. 113.
    E. Schmalenbach: Dynamische Bilanz, 10. Aufl., Bremen 1948, S. 35.Google Scholar
  61. 114.
    In England gelten offensichtlich ähnliche Grundsätze. In der Normalpolice der Profit Insurance wird der Umsatz wie folgt bestimmt: “The money paid or payable to the Insured for goods sold and delivered.“ Der Umsatz gilt demnach als vollendet und der darauf entfallende Gewinn als erzielt in einem Zeitpunkt, der dem Zeitpunkt dei Rechnungserteilung entspricht.Google Scholar
  62. 115.
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    Siehe S. 263.Google Scholar
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  67. 120.
    Birck, a. a. O., S. 102.Google Scholar
  68. 121.
    G. Fischer, a. a. O., S. 114.Google Scholar
  69. 122.
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  70. 124.
    E. Schmidt, Kalkulation und Preispolitik, Berlin 1930, S. 97.Google Scholar
  71. 124.
    Birck, a. a. O., S. 38.Google Scholar
  72. 125.
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  73. 126.
    In England wird bei Betrieben mit stark schwankendem Geschäft eine Rückgewähr bis zu 50% der Jahresprämie vereinbart. Buchanan, a. a. O., S. 109.Google Scholar
  74. 127.
    In Holland sieht die „Lohnpolice’ eine Nachzeichnungspflicht des Versicherers bis zu 25% der vereinbarten Versicherungssumme vor. Vergleiche W. H. van Ostveen: Theorie en Praktijk der Bedrijfsverzekering ‘S-Gravenhage 1939, S. 113. Eine in Deutschland arbeitende englische Gesellschaft verzichtete überhaupt auf eine Begrenzung der Nachzeichnungspflicht.Google Scholar
  75. 127a.
    In der Schweiz wird die Prämienrückgewährklausel uneingeschränkt nur bei fünfjährigen Verträgen zugestanden. Bei kürzeren Verträgen wird für das letzte Vertragsjahr keine Prämienrückvergütung gewährt.Google Scholar
  76. 127b.
    In der Schweiz wird die Betriebsunterbrechungsversicherung System A immer auf das Geschäftsjahr abgestellt.Google Scholar
  77. 128.
    Vergleiche S. 116!Google Scholar
  78. 129.
    Vergleiche S. 116!Google Scholar
  79. 130.
    In England werden grundsätzlich nur Jahressummen versichert, auch wenn die Haftzeit kürzer als ein Jahr ist. Nur bei Versicherungen mit Haftzeiten von mehr als 12 Monaten werden der Versicherung Haftzeitsummen zugrunde gelegt. Macken, a. a. O., S. 77.Google Scholar
  80. 131.
    Siehe S. 127.Google Scholar
  81. 132.
    Vergleiche S. 71.Google Scholar
  82. 133.
    In England und den Vereinigten Staaten werden dagegen “Loss of profits” und “Increase in cost of working” ausdrücklich nebeneinander als Gegenstände der Versicherung genannt.Google Scholar
  83. 134.
    In England und den Vereinigten Staaten ist dagegen die Haftung des Versicherers in jedem Falle auf die Versicherungssumme beschränkt.Google Scholar
  84. 135.
    Nordengren, a. a. O., S. 50.Google Scholar
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    Foster, a. a. O., S. 154.Google Scholar
  86. 136a.
    Allerdings wird durch die Feuerversicherung nicht das Risiko aus Abnahmeverpflichtungen gedeckt. Aus diesem Grunde versichert man in der Schweiz im Rahmen der BUV das finanzielle Risiko, das der Abnehmer bei Anbauverträgen läuft, wenn-infolge einer Betriebsunterbrechung während der Hauptsaison die Produktion nicht verarbeitet werden kann und verdirbt.Google Scholar
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    In England und den Vereinigten Staaten können die Vertragsstrafen versichert werden, und zwar auf erstes Risiko zum fünffachen Betrag der Grundprämie. In der Schweiz können Konventionalstrafen für Aufträge, deren Ausführung infolge der Betriebsunterbrechung unmöglich geworden ist, als „besondere Auslagen“ versichert werden. (Schweizer BUB, Art. 4, Abs. 1, Ziffer 4.)Google Scholar
  88. 138.
    Vergleiche S. 33.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1949

Authors and Affiliations

  • Karl Hax
    • 1
  1. 1.DarmstadtDeutschland

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