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Zusammenfassung

Wenn im praktischen Spinnereibetrieb Veranlassung gegeben ist, bei den auf verschiedensten Spinnereimaschinen verwendeten Streckwerken nicht einfach den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Einzugszylinder und Lieferzylinder, d. h. den Getriebeverzug, so einzustellen, daß sich ein gewünschter Materialverzug ergibt, vielmehr die Wechselräder nach durchgeführten Sortierungen gewählt werden, dann ist hieraus zu folgern, daß der Materialtransport nicht genau mit der Walzenumfangsgeschwindigkeit (Zylinderdrehzahl) übereinstimmt. Ein Voreilen des Materials am Einzugszylinder oder ein Nachbleiben am Lieferzylinder hat zur Folge, daß das ausgelieferte Faserband (Faserbändchen) gröber ausfällt als es dem Getriebeverzug entsprechen sollte. Wird bei Sortierungen also festgestellt, daß der effektiv erreichte Verzug von dem für das Streckwerk angewandten Getriebeverzug abweicht, dann ist das auf ein mangelndes Klemmvermögen bzw. auf Schlupferscheinungen zurückzuführen. Nicht berücksichtigt sind hierbei die Auswirkungen von Bauscheffekten und Materialdehnungen, die unter der Einwirkung der Zugkräfte auftreten, und die anschließend zu Krumpf- bzw. Schrumpfeffekten führen. Deren Ausmaß dürfte jedoch vernachlässigbar klein bleiben.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1970

Authors and Affiliations

  • Herbert Stein
    • 1
  • Andreas Erkens
    • 1
  1. 1.Institut für textile Meßtechnik M. Gladbach e. VDeutschland

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