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Eidechsen, Sauria

  • Edwin Stanton Faust
Chapter
Part of the Die Wissenschaft book series (W)

Zusammenfassung

Der weit verbreiteten Anschauung gegenüber, daß die Schlangen die höchststehenden, spezifisch und aktiv giftigen Tiere sind, dürfte die Tatsache von besonderem Interesse sein, daß es auch unter den Eidechsen, die entwickelungsgeschichtlich den Schlangen nahe stehen, wenigstens eine Gattung gibt, die sicher zu den Gifttieren zu rechnen ist. Diese eigenartige Gattung, schon um die Mitte des 17. Jahrunderts von Franciscus Hernandez1) erwähnt, ist von dem Zoologen Wiegmann2), dem ersten wissenschaftlichen Bearbeiter derselben, mit dem Namen Heloderma belegt worden. Wiegmann beschrieb zuerst eine Spezies H. horridum, wozu später Cope noch eine Spezies, H. suspectum, hinzufügte. Die Stellung der Helodermen im System der Saurier ist unter den Zoologen noch Gegenstand der Kontroverse. Diese Tiere3) sind vierfüßige Eidechsen, durchschnittlich von 40 bis 60 cm Länge, doch sollen auch Exemplare bis zur Länge von 11/2m beobachtet worden sein. Die sehr feste und derbe Haut ist auf dem Rücken und seitlich in regelmäßigen Abständen mit kleinen rundlichen Protuberanzen oder Höckern besetzt, auf welche Eigentümlichkeit der Name Heloderma (ἡ~λος und δέϱμα) sich bezieht.

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Hinweise

  1. 2).
    Sumichrast: Note on the habits of some Mexican reptiles. Annals and Magazine of Natural History 13 [3], 497 (1864).Google Scholar
  2. 1).
    Medical News 42, 209 (1883); Science 1, 372 (1883); American Naturalist 17, 800 (1883). Vgl. auch S. Weir Mitchell, Century Magazine 38, 503 (1889).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1906

Authors and Affiliations

  • Edwin Stanton Faust
    • 1
  1. 1.Universität StrassburgDeutschland

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