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Valenz und Koordinationszahl

  • Gilbert Newton Lewis
Chapter
Part of the Die Wissenschaft book series (W)

Zusammenfassung

In seinem normalen Zustand besitzt ein Atom vier Elektronenpaare in der Valenzschale, und diese Paare vermitteln häufig die Bindung an andere Atome. Die Achterregel sagt nun aus, daß die Zahl der Bindungen zwischen einem Atom und anderen höchstens vier sein kann. Viele Atomarten scheinen ein Bestreben zu haben, diese Maximalzahl von Bindungen zu betätigen, oder mit anderen Worten, jedes Elektronenpaar als Bindungspaar zu gebrauchen; es ist jedoch möglich, daß dieses Bestreben auf die unvollständige Elektronenbesetzung der Verbindungspartner zurückzuführen ist, die Elektronen brauchen, um ihre Achterschalen zu ergänzen (oder im Falle des Wasserstoffs die stabile Zweiergruppe).

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Hinweise

  1. G. Scheibe, Chem. Ber. 59, 1321 (1926), schließt aus optischen Messungen, daß im NO3-Ion ein tautomeres Gleichgewicht vorliegt zwischen der Form mit drei gleich gebundenen O-Atomen und einem ganz geringen Bruchteil der Form mit Doppelbindung.CrossRefGoogle Scholar
  2. Durch Untersuchung der Eöntgen — Absorptions — Spektren kam O. Stelling zu ähnlichen Ergebnissen, siehe Zeitschr. f. anorg. Chem. 131, 48 (1923).CrossRefGoogle Scholar
  3. O. Stelling Zeitschr. f. phys. Chem. 117, 194 (1925).Google Scholar
  4. Nach P. Debye, Phys. Zeitschr. 21, 178 (1920).Google Scholar
  5. W. H. Keesom, Comm. Leiden 1912 bis 1916. Phys. Zeitschr. 22, 129, 643 (1921).Google Scholar
  6. W. H. Keesom, Comm. Leiden 1912 bis 1916. Phys. Zeitschr. 23, 225 (1922) beruht die Assoziation bei H2O, NH3, Alkoholen, Aminen usw. darauf, daß diese Moleküle Dipolmomente besitzen, welche einen „Richteffekt“ bewirken, welcher (neben einem elektrostatischen „Influenzeffekt“) die zwischenmolekularen Kräfte bedingt. Die Annahme besonderer „chemischer“ Bindungen wird dadurch unnötig. Vgl. auch die Anmerkung auf S. 122.Google Scholar
  7. Eine ähnliche Auffassung vertritt N. V. Sidgwick, Journ. Chem. Soc, 123, 725 (1925).CrossRefGoogle Scholar
  8. Neben dieser Auffassung ist auch die anzuführen, daß es sich in Ammoniakaten und Hydraten einfach um die elektrostatische Wirkung eines Ions auf Dipole handelt, vgl. z.B. M. Born, Zeitschr. f. Phys. 1, 45 (1920).CrossRefGoogle Scholar
  9. K. Fajans, Naturw. 9, 729 (1921).Google Scholar
  10. A. Magnus, Zeitschr. f. anorg. Chem. 124, 289 (1922).CrossRefGoogle Scholar
  11. W. Biltz, ebenda 130, 93 (1923).Google Scholar
  12. W. Biltz u. H.G. Grimm, ebenda 145, 63 (1925).Google Scholar
  13. In bezug auf die Festigkeit der Bindung ist dies durch K. Fajans, B. 53, 643, 1920.Google Scholar
  14. in bezug auf den Abstand durch H. Mark und Pohland, Zeitschr. f. Krist. 62, 103, 1925.Google Scholar
  15. bestätigt worden. Über „diamantartige Bindung“ in anderen Stoffen als Diamant vgl. ferner H. G. Grimm und A. Sommerfeld, Zeitschr. f. Phys. 36, 36 (1925). Ferner V. M. Goldschmidt, Die Gesetze der Kristallochemie. Oslo 1926.CrossRefGoogle Scholar
  16. Über Einteilung der Kristallgitter nach den den Zusammenhalt bewirkenden Kräften vgl. A. Reis, Zeitschr. f. Elektrochem. 26, 412 (1920).Google Scholar
  17. W. Kossel, Zeitschr. f. Phys. 1, 395 (1920). Wegen der Übergänge zwischen den verschiedenen Gitterarten vgl. Geiger-Scheel, Handb. d. Phys., 24. Bd., S. 584. Berlin 1927.CrossRefGoogle Scholar
  18. Adsorptionsversuche an Diamantpulver haben F. Paneth und A. Radu ausgeführt, Ber. 57, 1221 (1924).CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

Authors and Affiliations

  • Gilbert Newton Lewis
    • 1
  1. 1.California UniversityUSA

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