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Domänenstruktur

  • A. S. Sonin
  • B. A. Strukow
Part of the Wissenschaftliche Taschenbücher book series (WTB)

Zusammenfassung

Weil die thermodynamische Potentialfunktion eines Ferroelektrikums eine Funktion des Quadrats der Polarisation ist, hängt der Betrag nicht vom Vorzeichen des Vektors P s ab. So besitzen für einachsige Kristalle die Zustände mit der Polarisation +P s und −P s dieselbe Stabilität. Dadurch ist die Möglichkeit für die Ausbildung von Bereichen mit unterschiedlichem Vorzeichen der spontanen Polarisation — der Domänen — gegeben. Die Vorzeichenumkehr erfolgt in den Domänenwänden, welche die homogen polarisierten Bereiche begrenzen. Weil sich hier die Richtung der spontanen Polarisation um 180° ändert, nennt man solche Begrenzungen, wie sie in einachsigen Ferroelektrika nicht anders vorkommen können, 180°-Wände (Abb. 29a). In vielachsigen Ferroelektrika, in denen es mehrere äquivalente, senkrecht aufeinander stehende kristallographische Richtungen für die spontane Polarisation gibt, existieren auch 90°-Wände (s. Abschn. 3.3.2, Abb. 29b).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • A. S. Sonin
  • B. A. Strukow

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