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Zur Theorie des Leuchtens der Gase und Dämpfe

  • Heinrich Konen
Chapter
Part of the Die Wissenschaft book series (W)

Zusammenfassung

Arthur Schuster hat gelegentlich ineiner seiner feinsinnigen Kritiken drei Arten von Theorienunterschienden: 1. a guess, 2. a hypothesis und 3. a well established theory. Die Darlegungen der vorstehenden Kapitel haben bereits gezeigt, daß an theoretischen Bildern der beiden ersten Arten auf dem Gebiete der Lehre von der Emission der Gase eher überfluü als Mangel herrscht*). Die Frage, die hier aufzuwerfen ist, kann nur lauten: In welchem Umfange kann man heute von einer wohlgefügten Theorie der Gasemission sprechen?

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Literatur

  1. *).
    Vgl. auch H. Crew, Fact and theory in Spectroscopy, Science 25, 1–12 (1907).Google Scholar
  2. **).
    Hierzu auch die ausgezeichneten Darstellungen von L. Puccianti, N. Cim. (5) 9, 1–85 (1905); (5) 15, 1–40 (1908). Ferner E. E. Mogendorf f, Diss., Amsterdam 1906, S. 83 ff; E. Ladenburg, Handwörterbuch der Naturwissenschaften, Art. Lumineszenz. Jena, G. Fischer.Google Scholar
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  8. ***a).
    W. Nernst, Phys. Zeitschr. 13, 1064 – 1069 (1912).Google Scholar
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    E. Pringsheim, Phys. Zeitschr. 14, 129–131(1913); E.Bauer, Diss., Paris 1912. Vgl. § 135.Google Scholar
  12. *).
    W. Wien, Enzykl. d. math. Wiss. V, 3, S. 354 und an zahlreichen anderen Stellen, z. B. Ann. d. Phys. (4) 30, 349 (1909); P. Lenard, Ann. d. Phys. (4) 17, 197–247 (1905); Sitzber. Akad. Heidelb. 1909, 3. Abh., und zahlreiche andere Schriften.Google Scholar
  13. **).
    Für viele Dämpfe mit Bandenspektren allgemein angenommen.Google Scholar
  14. ***).
    W. Wien, in zahlreichen Schriften, z. B. Ann. d. Phys. (4) 30, 349 (1909); auch P. Lenard nimmt dies wenigstens für die Hauptserien an, ebenso zahlreiche andere Forscher.Google Scholar
  15. †).
    Lenard nimmt dies z. B. für die Linien der Nebenserien an, andere, z. B. Stark, für alle Träger des Linienspektrums.Google Scholar
  16. ††).
    Dies nehmen manche für gewisse Linien in Bandenspektren an, die magnetoptische Effekte von entgegengesetztem Zeichen besitzen. ttt) So Lenard, Stark und andere.Google Scholar
  17. §).
    So z. B. Königsberger für Bandenspektra, die in Linien aufgelöst werden können; J. Königsberger u. K. Küpferer, Ann. d. Phys. (4) 37, 601–642(1912)CrossRefGoogle Scholar
  18. ***c).
    J. Königsberger, Astrophys. Journ. 35, 139–143(1912).CrossRefGoogle Scholar
  19. *).
    So z. B. H. Deslandres, C. K. 137, 1013 (1903)Google Scholar
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    J. Stark, in zahlreichen Schriften; J. Franck u. E. W. Wood, Ber. d. D. Phys. Ges. 13, 78 (1911); G. Gehlhoff, ebenda, S. 183; E. Gehrcke u. E. Seeliger, ebenda 14, 335, 1023 (1912)Google Scholar
  23. *d).
    F. Horton, Phil. Mag. (6) 22, 214 (1911). Vgl. auch § 140.CrossRefGoogle Scholar
  24. **).
    So z. B. Königsberger u. Küpferer, Ann. d. Phys. (4) 37, 601–642 (1912)CrossRefGoogle Scholar
  25. *d).
    F. Burger u. J. Königsberger, Phys. Zeitschr. 13, 1198–1199 (1912).Google Scholar
  26. ***).
    Also für jede Linie einen anderen elektrischen Zustand. Sir N. Lockyer ist ohne Zweifel der erste gewesen, der mit seiner Dissoziationstheorie der Elemente den Weg betreten hat, der jetzt meist zur Erklärung der Verschiedenheit der Spektrallinien und ihres Verhaltens unter wechselnden Bedingungen eingeschlagen wird. Gewiß waren die Voraussetzungen und Messungen, auf denen er seine Hypothesen aufbaute, unsicher, ja zum Teil sogar unrichtig. Allein seine Folgerungen haben sich doch vielfach bestätigt und seine Hypothesen sind zwar durch ihre elektrische Umdeutung verfeinert worden, in ihrem Grundzuge jedoch die gleichen geblieben. Man vgl. z. B. : Inorganic Evolution as studied by spectrum analysis, London 1900.Google Scholar
  27. *).
    Hierzu A. Garbasso, Vorlesungen über theoretische Spektroskopie, 256 S., Leipzig 1906.Google Scholar
  28. **).
    W. Voigt, Ann. d. Phys. (4) 36, 873 (1911). Vgl. § 129.CrossRefGoogle Scholar
  29. ***).
    Derselbe, ebenda (4) 40, 368–380 (1913).Google Scholar
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  33. **a).
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  34. ***).
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  37. †††).
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  38. §).
    W. J. Humphreys, Astrophys. Journ. (4) 35, 268 (1912) und zahlreiche frühere Schriften. Vgl. auch § 139.CrossRefGoogle Scholar
  39. *).
    Für die älteren, bis etwa zum Jahre 1900, siehe Kaysers Handbuch, Bd. II, Kap. VIII.Google Scholar
  40. **).
    Auf diesen Umstand ist vielfach Gewicht gelegt worden, zuerst von. Lord Kayleigh, Phil. Mag. (5) 44, 356 (1907). Er schließt Differentialgleichungen aus, die die zweiten Derivierten, also, bei mechanischer Grundlage, die Beschleunigungen enthalten.Google Scholar
  41. *).
    Bei seiner Berücksichtigung würden die Grenzen noch enger werden. Vgl. auch § 137.Google Scholar
  42. **).
    Diese auf Maxwell zurückgehende Überlegung nach A. Schuster, Einführung in die theoretische Optik, Deutsche Bearbeitung von H.Konen, S. 399 ff. Leipzig 1907. Die Wichtigkeit dieses Gesichtspunktes hat J. H. Jeans, Phil. Mag. (6) 2, 421–455 (1901) hervorgehoben. Siehe auch G. A. Schott, ebenda (6) 15, 441 (1908).CrossRefGoogle Scholar
  43. *).
    W. Ritz, Ann. d. Phys. (4) 12, 264–339 (1903); Ges. Werke, S. 1–75. Ritz selbst hat diese Theorie später aufgegeben. Ann. d. Phys. (4) 25, 660 (1908).CrossRefGoogle Scholar
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  45. ***).
    J. Fredholm, C.R. 142, 506–508 (1906). Eine weitere Kritik dieser Theorie mit Rücksicht auf ihre Form und ihre Konsequenzen findet man bei W. Ritz, Ges. Werke, S. 179.Google Scholar
  46. †).
    Es ist freilich im Auge zu behalten, daß die mechanischen Grundlagen der Ableitung unter Umständen in dem Resultat verschwinden bzw. daß die Systeme von Differential- oder Integralgleichungen, zu denen man gelangt, eine durchaus andere Interpretation zulassen können, als diejenige ist, die zu ihrer Aufstellung gedient hat. Dann behält die Ableitung ihren Wert. In diesem Sinne wird es unter allen Umständen nützlich sein, auch den Ausbau der mechanischen Bilder weiter zu betreiben.Google Scholar
  47. ††).
    E. Riecke, Phys. Zeitschr. 1, 10 (1899); 2, 107–108 (1902); Ann. d. Phys. (4) 1, 399–413 (1900).Google Scholar
  48. *).
    In seinem Lehrbuche der Physik hat Riecke weiter darauf hingewiesen, daß man die drei Serien der Alkalimetalle als Partial-schwingungen eines dreidimensionalen Systems auffassen kann. Ich übergehe diese mechanische Deutung hier.Google Scholar
  49. **).
    E. T. Whittaker, Proc. Eoy. Soc. (A) 85, 262–270 (1911).CrossRefGoogle Scholar
  50. ***).
    Der Einwand, daß einatomige Dämpfe, z. B. die Hg-Dämpfe, Bandenspektra liefern, ist nicht so schlagend, wie meist angenommen wird. Denn die fraglichen Spektra erscheinen stark nur für besondere Zustände des Dampfes, z. B. bei schneller Destillation und großer Dichte.Google Scholar
  51. *).
    A. Garbasso, Vorlesungen über theoretische Spektroskopie. Leipzig 1906.Google Scholar
  52. *).
    Andere, ähnliche Versuche bei: F. Koláček, Ann. d. Phys. (3) 58, 271–310 (1896); P. Zonta, N. Cim. 11, 237 (1906).CrossRefGoogle Scholar
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    F. Hasenöhrl, Phys. Zeitschr. 12, 931–935 (1911).Google Scholar
  54. ***).
    K. Herzfeld, Ber. Wien. Akad. 121, IIa, 593–601 (1912).Google Scholar
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    Vgl. z. B. A.E. Haas, Wien. Ber. 120, IIa, 1111–1171 (1911)Google Scholar
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  59. **).
    H. Nagaoka, Phil. Mag. (6) 7, 445–455 (1904). A. Garbas so, Vorlesungen üher theoretische Spektroskopie, S. 225 u. f. Leipzig 1906.CrossRefGoogle Scholar
  60. ***).
    a. A. Schott, Phil. Mag. (6) 15, 447 (1908).Google Scholar
  61. *).
    G. A. Schott, Phil. Mag. (4) 8, 384–387 (1904) und andere Stellen.Google Scholar
  62. **).
    J. H. Jeans, ebenda (4) 11, 605–607 (1906).Google Scholar
  63. ***).
    GL A. Schott, ebenda (6) 12, 21–29 (1906).Google Scholar
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    Derselbe, ebenda (6) 13, 189–213 (1907).Google Scholar
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    G. A. Schott, Phil. Mag. (6) 15, 438–467 (1908).CrossRefGoogle Scholar
  66. *).
    J. W. Nicholson, Monthl. Not. E. A. S. 72, 49–64, 139–150 (1911).Google Scholar
  67. *).
    Z. B.: Radius a = 3,45 × 10–8, µ = 1,25 × 105 × c, Geschwindigkeit der Elektronen gleich 0,0043 × c. Google Scholar
  68. **).
    Dies ist wohl unzutreffend, vgl. A. Nicholson, Monthl. Not. R. A. S. 72, 176–177 (1912).Google Scholar
  69. ***).
    Einen allgemeinen Einwand gegen alle Theorien dieser Form, den Schott [Phys. Zeitschr. 9, 214 (1908)] und andere aus der Dispersionstheorie herleiten, habe ich hier aus den von Ol. Schäfer [Ann. d. Phys. (4) 29, 715 (1909)] hervorgehobenen Gründen nicht erwähnt.Google Scholar
  70. *).
    J. W. Nicholson, Monthl. Not. 72, 677–692 (1912).Google Scholar
  71. **).
    W. Bitz, Ann. d. Phys. (4) 25, 660–696 (1908); Ges. Werke, S. 98–136; vgl. auch C. R. 144, 634–636 (1907); 145, 178–180 (1907).Google Scholar
  72. ***).
    Man vergleiche insbesondere die Untersuchungen von P. Weiss (Theorie der Magnetonen), Verh. d. D. Phys. Ges. 13, 718–755 (1911).Google Scholar
  73. *).
    F. Paschen, Jahrb. f. Kadioakt. 8, 186 (1911).Google Scholar
  74. *).
    Einwände hiergegen siehe W. Voigt, Ann. d. Phys. (4) 36, 875 (1911).Google Scholar
  75. **).
    W. Voigt, ehenda, S. 873–906 (1911).Google Scholar
  76. *).
    K. Koerner, Yerh. d. D. Phys. Ges. 15, 69–74 (1913).Google Scholar
  77. **).
    Auch hiergegen wird man naheliegende Bedenken erheben können, da dann eine Verteilung positiver Elektrizität gefunden werden muß, die das ganze System neutralisiert und stabilisiert.Google Scholar
  78. ***).
    A. a. O. findet man weitere.Google Scholar
  79. †).
    Ges. Werke, S. 112.Google Scholar
  80. ††).
    W. Eitz, Oes. Werke, S. 526–530.Google Scholar
  81. †††).
    H. Deslandres, C. E. 110, 748–750 (1890).Google Scholar
  82. §).
    Lord Eayleigh, Phil. Mag. (5) 44, 356–362 (1897); vgl. für die älteren Arbeiten von Fitzgerald, Schuster u.a. Kaysers Handbuch, Bd. II, S. 605.Google Scholar
  83. *).
    W. Voigt, Ann. d. Phys. (4) 36, 897 (1911).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1913

Authors and Affiliations

  • Heinrich Konen
    • 1
  1. 1.Westfälischen WilhelmsUniversität in MünsterDeutschland

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