Advertisement

Einleitung

  • Heinrich Konen
Chapter
Part of the Die Wissenschaft book series (W)

Zusammenfassung

Wenn es auch möglich ist, alle Übergänge zwischen dem Leuchten der Gase und Dämpfe und demjenigen der festen Körper herzustellen, so besteht doch im allgemeinen ein fundamentaler Unterschied zwischen beiden: Das Licht der glühenden festen Körper ist mehr oder weniger weißes Licht. Es besitzt ein kontinuierliches Spektrum. Das Licht der Gase und Dämpfe ist dagegen aus einzelnen Farben zusammengesetzt, deren jede nur einen geringen Bereich von Wellenlängen umfaßt, und die man wegen ihres Aussehens bei der üblichen Zerlegung des Lichtes in einem Spektralapparat Linien nennt. Diese Linien können sehr zahlreich sein. Sie können sich auch unter Umständen so stark verbreitern, daß sie kleinen Stücken eines kontinuierlichen Spektrums ähnlich sehen. In der Regel folgen sie einander aber nicht lückenlos. Die Gasspektra sind daher diskontinuierlich. Weiter hat die neuere Forschung ergeben, daß die Strahlung der meisten festen Körper ihrer Intensität und Beschaffenheit nach ausschließlich von der Temperatur der glühenden Körper abhängt und durch einfache Gesetze mit derselben verknüpft ist. Man kann sagen : die Strahlung der festen Körper ist in der Regel eine Temperaturstrahlung.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1913

Authors and Affiliations

  • Heinrich Konen
    • 1
  1. 1.Westfälischen WilhelmsUniversität in MünsterDeutschland

Personalised recommendations