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Von der atmosphärischen elektricität und dem Erdmagnetismus

  • Joh. Müller

Zusammenfassung

Als Wall zum ersten Male an einem grssen geriebenen Harzcylinder einen etwas lebhaften Funken und ein stärkeres Geräusch wahrnahm, sprach er alsbald die Jdee aus, daß dieser Funken und dieses Knacken den Blitz und den Donner darzustellen schienen. Den Beweis für die Nichtigkeit dieser Analogie hat aber erst Franklin geliefert, welcher vorher schon mehere elektrische Entdeckungen, besonders über die Leydener Flasche und das Vermoögen der Spitzen gemacht hatte. Er kam aus den glücjlichen Gedanken, die Elektricität in den Gewitterwolken selbst auszusuchen; er schloß nämlich, daß Metallspitzen Gebäuden aufgestellt, die Elektricität der Wolken auffaugen müßten. Da sich in Philadelphia damals kein für seine Zwecke passender Thurm befand, so machte Franklin seine ersten Versuche mit einem drachen, den er steigen ließ, als sich Wolken am Himmel zeigten, von denen sich elektrische effecte hoffen ließn. Anfangs zogen mehrere Wolken wirkungslos vorüber; endlich fingen die Fasern der Schnur an, sich auszustellen, und es ließ sich ein Geräusch hören. Dadurch ermuthigt, hielt Franklin den Finger gegen das Ende der Schnur, und siehe da, ein Funken sprang über, dem bald noch mehrere andere folgten.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1869

Authors and Affiliations

  • Joh. Müller
    • 1
  1. 1.Zähringer Löwenordens, schweizerischen naturforschenden Gesellschaft EhrenmitgliedUniversität zu Freiburg im BreisgauDeutschland

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