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Optische Erscheinungen der Atmosphäre

  • Joh. Müller

Zusammenfassung

Der heitere Himmel erscheint uns blau, und zwar ist dieses Blau, je nach dem Zustande der Atmosphäre, bald heller und weißlicher, bald dunkler; auf hohen Bergen erscheint der Himmel sehr dunkelblau, ja fast schwarz. Es ist dies leicht zu erklären; wenn die Lust absolute durchsichtig ware, wenn die einzelnen Lufttheilchen gar kein Licht reslectirten oder vielmehr zerstreuten, so müßte uns der Himmel vollkommen Schwarz erscheimen, die Sonne, der Mond, die Sterne würden gläkommen aus dem schwarzen Grunde stehen; nun aber reslectiren die Lusttheilchen das Licht, und so kommt es, daß bei Tage der ganze Himmel hell erscheint, weil die von der Sonne erleuchteten Lufttheilchen das Licht nach allen Seiten hin zerstreuen. Diese Erleuchtung der Atmosphäre durch die Sonnenstrahlen ist die Ursache, daß wir die Sterne bei Tage nicht fehen können. Die Lufttheilchen reflectiren vorzugsweise das blaue Licht, und deshalb scheint uns der an und für sich dunkle Himmelsraum mit Blau überzogen. Je höher wir uns in die Atmosphäre erheben, desto d ünner wird dieser blaue Ueberzug und desto dunkler wird uns also auch der Himmel erscheinen; so erscheint auch im Zenith der Himmel stets am dunkelsten blau und gegen den Horizont mehr weißlich.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1869

Authors and Affiliations

  • Joh. Müller
    • 1
  1. 1.Zähringer Löwenordens, schweizerischen naturforschenden Gesellschaft EhrenmitgliedUniversität zu Freiburg im BreisgauDeutschland

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