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Inkrementelle Sprachproduktion: Theoretische Ansätze

  • Thomas Pechmann
Chapter
Part of the Psycholinguistische Studien book series (PLS)

Zusammenfassung

Im ersten Teil dieser Arbeit wurden verschiedene Modelle der Sprachproduktion dargestellt. Einerseits folgte die Darstellung im wesentlichen der historischen Entwicklung, was jedoch andererseits zwangsläufig dazu führte, die Auseinandersetzung zwischen zwei Klassen von Modellen in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken: die Auseinandersetzung zwischen modular-seriellen und interaktiv-parallelen Modellen. Es ist bemerkenswert, daß der prominenteste Vertreter interaktiver Sprachproduktionsmodelle, Gary Dell, auf Grund experimenteller Ergebnisse zum Zeitverlauf des lexikalen Zugriffs (Levelt et al., 1991a) in jüngster Zeit die Meinung vertritt, daß der Prozeß der Sprachproduktion als global modular und lediglich als lokal interaktiv zu charakterisieren ist (Dell & O’Seaghdha, 1991; vgl. Kapitel 3.4). Dabei sollte jedoch bedacht werden, daß die begriffliche Trennung von modular und interaktiv nicht einfach mit der begrifflichen Trennung von seriell und parallel gleichgesetzt werden kann. Ich habe bereits mit einem Zitat von Garrett (1976) darauf hingewiesen, daß ein modulares Modell keineswegs Parallelität ausschließt (vgl. Kapitel 3.2.2). Die entscheidende Annahme eines modularen Modells besteht darin, daß die internen Verarbeitungsprozesse auf einer Stufe nicht durch die Verarbeitungsprozesse einer anderen Stufe beeinflußt werden. Damit ist auch im Rahmen eines modularen Modells keinesfalls ausgeschlossen, daß verschiedene Teile einer Äußerung auf verschiedenen Stufen parallel bzw. gleichzeitig verarbeitet werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Thomas Pechmann

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