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Die Presse

  • Theodor Heuß
Chapter

Zusammenfassung

Der Name einer geistigen Erscheinung, einer öffentlichen Macht, eines ganzen Gewerbes bezieht sich anf ein Werkzeug, denn das ist nun eben im eigentlichen Wortsinn die „Presse“, die Buchdruckerpresse. Sie hat die Bezeichnung für einen technischen vorgang, der in vielen Industrien notwendig ist, in eindeutigem und fast ausschließendem Sinn an fich gerissen. Jede Betrachtung dieser Tatsache bleibt deshalb aber auch an die technische Erfindung gebunden. Der Begriff bezieht sich aber nicht auf alles, was gedruckt wird, also nicht auf Bücher und Verwandtes, sondern auf diejenigen Druckerzeugnisse, die einen einheitlichen, regelmäßigen, „periodischen“ Charakter haben, die entstehen und abgenommen werden vorzugsweise auf Grund eines Lieferungsvertrags (Abonnement) zwischen Hersteller und Bezieher. In erster Linie handelt es sich um die „Zeitung“, die je nach dem Stand der Entwicklung wöchentlich einigemale (so in kleinen Orten ein Teil der Lokalblätter), oder täglich einmal, zweimal, dreimal erscheint. Ihr Kern ist die regelmäßige Berichterstattung, das Nachrichtenwesen. Heben ihr steht die „Zeitschrift“, wöchentlich, halbmonatlich, monatlich, je nachdem — ihr Zweck ist nicht so sehr die Mitteilung als die Beurteilung, Belehrung, Unterhaltung.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

Authors and Affiliations

  • Theodor Heuß

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