Advertisement

Bedingungen und Möglichkeiten der nationalen Erhaltung des Auslanddeutschtums

  • Robert Hoeniger
Chapter
Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG)

Zusammenfassung

Unsere Geschichte west in nationaler Beziehung manche trübe Erfahrung auf. Uber die Klage, daß der Deutsche hinsichtlich der Wahrung seines Volkstums eine besonders schwächliche Veranlagung aufweist, halt gegenüber den Tatsachen, die im vorstehenden ausgebreitet sind, doch wohl nicht Stich. Aus der Geschichte schöpfen wir vielmehr die Gewißheit, daß die national Schwäche dem Deutschen nicht eingeboren ist, sondern daß sie durch den Wechsel unserer nationalen Geschicke bedingt erscheint. Soweit wir nationale Haltlosigkeit in verflossenen Zeiten beobachten, war sie das Erzeugnis eines jammervollen politischen Niedergans. Vorher, in den Tagen unserer mittelalterlichen Kaiserharrlicheit, hat es ein starkes und sieghaftes Nationalgefühl gegeben, wie es seit dem neuen Ausschwung unseres nationalen Lebens von neuem ersteht. Das deutsche Volk hat im Mittelalter eine großzügige Kolonisation unter durchgreifender Eindeutschung slawischer Wassen vollbracht. Es hat bis an die Grenzen der Balkanhalbinsel und bis in die baltischen Provinzen des heutigen Rußland seine Vorposten vorgeschoben. Merkwürdig, daß gerade die am weitesten in die Ferne gerückten Volksgenossen, die Siebenbürger Sachsen und die deutschen Balten, am treuesten ihre deutsche Art festgehalten haben. Warum?

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1918

Authors and Affiliations

  • Robert Hoeniger

There are no affiliations available

Personalised recommendations