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Die Auswertung der Sprachform an sich mit besonderer Berücksichtigung des Dichterischen

  • Kurt Klähr
Chapter
Part of the Neue Wege zur Antike book series (NWA, volume 5)

Zusammenfassung

Unsere oben ausgesprochene Absicht, bei aller Betonung des historischen Verstehens an dem Dichterischen in Horaz nicht völlig vorüberzugehen, führt uns sogleich zu einer Forderung, auf der übrigens bereits unsere Gedanken über die Reihenfolge in der Lektüre stillschweigend fußten: das Gedicht sei die Interpretationseinheit. Dadurch wird die Gefahr gebannt, auf der Suche nach biographisch-psychologischem Material immer nur einzelne Stellen aus den Gedichten herauszuklauben und zusammenzustellen. Andererseits wird jener Satz durch den Wert, vor allem den poetischen Wert, der in der objektivierten Sprachform an sich liegt, unbedingt gefordert; denn der Dichter hat das Gedicht nun einmal als Ganzes gedacht und geschaffen. Wir möchten also möglichst ganze Gedichte statt einzelner Stellen aus ihnen in der Schule behandelt wissen. Oberster Grundsatz dabei ist, wie ihn schon Bone in dem für seine Zeit gewiß trefflichen, von Schonak mit Unrecht vernachlässigten Büchlein über das Dichter-Erklären1) „πείϱατα Tέχvης”, energisch gefordert hat : Das einzelne Gedicht ist so wenig wie nur möglich mit Erklärungen zu belasten, damit der poetische Eindruck um so unmittelbarer wirke.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

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  • Kurt Klähr

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