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Zusammenfassung

Mancherlei Methoden wurden benutzt, um zu klaren Ergebnissen zu gelangen für die Gliederung der Ehescheidungen der Jahre 1920–1924 nach der Dauer der Ehe und nach dem Heiratsalter der geschiedenen Ehegatten. Wohl ließ sich feststellen, daß in den Jahren 1920–1924 absolut am meisten Nachkriegsehen geschieden wurden, relativ aber die im Krieg geschlossenen Ehen eine größere Scheidungshäufigkeit haben als die Ehen, die erst nach Beendigung des Krieges eingegangen wurden. Auch die stärkere Scheidungsgefährdung der in den gesetzlich zugelassenen jüngsten Heiratsaltersjahren geschlossenen Ehen konnte nachgewiesen werden, aber ein tieferer Einblick in die neben diesen beiden Faktoren mitwirkenden persönlichen und ehelichen Verhältnisse war nicht möglich. Es konnte nicht gezeigt werden, welche Hemmung oder Förderung der Scheidungshäufigkeit bei einer bestimmten Ehedauer oder einem bestimmten Heiratsalter der Ehegatten durch den Ort der Eheschließung, die Kinderzahl, durch den Altersunterschied der Ehegatten und den Beruf des Ehemannes hervorgerufen wurden, man erhielt keinen Aufschluß z. B. darüber, ob bei einem Zusammentreffen einer bestimmten Kinderzahl und eines bestimmten Heiratsalters der Frau sich die Wirkung beider Faktoren auf die Ehescheidungshäufigkeit vielleicht verstärkt oder etwa ausgleicht.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

Authors and Affiliations

  • Ida Rost
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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