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Zusammenfassung

Die Ehe ist die Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation1. Ist die Ehe gestört, so ist damit auch das Familienleben gefährdet, und treten die Ehestörungen besonders zahlreich auf, so wird gleichfalls die Erhaltung und Vermehrung der Nation beeinträchtigt. Die Erkenntnis von der Bedeutung der Ehe führte zu statistischen Untersuchungen über Eheverhältnisse. Ebenso wurden die Ehestörungen, insbesondere deren schärfste Form, die Ehescheidungen, wenn auch verhältnismäßig spät, in den Betrachtungskreis statistischer Forschung einbezogen2. Zuerst mußte man sich allerdings nur mit dem Wieviel der Ehescheidungen begnügen2, später suchte man in das Warum der Ehescheidungen einzudringen. Man erfaßte den rechtlichen Ehescheidungsgrund, Kinderzahl, Alter und Konfession der Ehegatten, Ehedauer und anderes. Man bestrebte sich, den Einfluß dieser Faktoren auf die Häufigkeit der Ehescheidungen festzustellen, ob sie die Ehescheidung begünstigen oder verhindern, bezw. hemmen, oder ob sie weder in der einen noch in der anderen Richtung wirken. Der Einfluß zweier dieser Faktoren, nämlich der Ehedauer und des Heiratsalters der geschiedenen Ehegatten, soll im folgenden besonders untersucht werden und zwar an Hand der in den Jahren 1920–1924 vollzogenen Scheidungen von in Sachsen geschlossenen Ehen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

Authors and Affiliations

  • Ida Rost
    • 1
  1. 1.LeipzigDeutschland

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