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Konstitution der Materie

  • Felix Auerbach
Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG, volume 40)

Zusammenfassung

Seit den ältesten Zeiten stehen sich zwei Vorstellungen über das Wesen der Materie gegenüber: die Stetigkeitstheorie und die Molekulartheorie. Nach jener ist die Materie überall vorhanden, sie erfüllt den Raum stetig; nach dieser besteht die Materie aus kleinsten Teilen, den Molekeln (nicht „Molekülen“, wie leider — sprachlich falsch — vielfach gesagt wird), der Zwischenraum ist leer (ober mit Weltäther angefüllt); jene, die Stetigkeitstheorie, entspricht der naiven Vorstellung, diese, die Molekulartheorie, entspricht dem Drang des Menschen, die Geheimnisse der sichtbaren Welt auf die Geheimnisse einer unsichtbaren Welt, den Makrokosmos auf den Mikrokosmos zurückzuführen. Diejenige Wissenschaft, welche sich zuerst völlig auf den Boden der Molekulartheorie stellte, ist die Chemie, weil das Grundgesetz der chemischen Verbindungen, wonach sich zwei Stoffe immer in ganz bestimmten Gewichtsverhältnissen vereinigen, am einfachsten durch die Annahme von Molekeln erklärt werden konnte; und es gibt kaum ein wunderbareres Lehrgebäude als dasjenige, welches die Chemie im Laufe des 19. Jahrhunderts auf diesem Fundamente errichtet hat, wunderbar in gleichem Maße hinsichtlich der wissenschaftlichen Ergebnisse, wie hinsichtlich der Anmenbung auf die Praxis.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

Authors and Affiliations

  • Felix Auerbach

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