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Zur Einführung

  • Alfons Kurfeß
Chapter
Part of the Philosophische Quellenhefte book series (PQ, volume 9)

Zusammenfassung

Die antike Philosophie beruht auf dem Gegensatz von Geistes- und Sinnenwelt. Dieser Gegensatz erfährt durch das Christentum eine Umbildung. Der Gegensatz heißt jetzt Fleisch und Geist, irdisch und überirdisch. Aber das Wort „Geist“ hat hier eine andere Bedeutung: Für die Antike mar „Geist“ gleichbedeutend mit Vernunft (λόγoς, ratio) und Verstand (νoῦς, intellectus). Neben diese beiden war inzwischen ein neues (Element getreten: der Geist-Hauch (πνεῦµα, spiritus). Während also für die Antike der „Geist“ das wax, was auf das Nichtsinnliche gerichtet ist, bedeutet er für die spätere Zeit das, was sowohl über das den Sinnen als über das dem Intellekt Gegebene hinausgeht und auf das Übernatürliche gerichtet ist. Der Intellekt, der das Nichtsinnliche zum Gegenstand hat, wird dabei keineswegs ausgeschaltet, aber er wird erweitert um ein neues Element, das spirituelle, das es mit dem Übernatürlichen zu tun hat, Eben dies aber wird fortan zur Hauptsache. So kann man die christliche Auffassung Spiritualismus oder Supra-naturalismus nennen. Diese Umbildung hat in der religiösen Anschauung ihren tiefsten Srund, oder genauer in der christlichen Wahrheit, die sich zusammensetzt aus dem positiven Glaubensinhalt (substantia fidei), der durch die in Christus gemorbene (Offenbarung ein für allemal abgeschlossen ist, und dem göttlichen Gesetz (lex divina).

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1928

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  • Alfons Kurfeß

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