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Die Begriffslogik

  • Heinrich Behmann
Chapter
Part of the Mathematisch-physikalische Bibliothek book series (MAPHBI)

Zusammenfassung

Es wird gewiß das Erstaunen des Lesers erregt haben, welch ausgedehnte und durchaus nicht immer „selbstverständliche“ Theorie bereits die niederste Logikstufe darbietet. Ihre Fremdartigkeit und ihre nahezu völlige Vernachlässigung durch die klassische Logik hat ihren Grund augenscheinlich in der auch in unserer Darstellung wiederholt zum Ausdruck gekommenen Tatsache, daß schon die Sprache gar nicht recht auf sie zugeschnitten ist und daher ihre Begriffe und Sachverhalte nur in unzulänglicher Weise wiederzugeben vermag. Demgegenüber gibt uns die durchgängige Verwendung der Symbolik nicht allein hinlänglichen Schutz bezüglich der Unvollkommenheiten und Verführungen der Wortsprache, sondern eben darum auch die Gewißheit, daß wir —wie auch die weiteren Ergebnisse dies bestätigen werden — das Gebäude der Logik wirklich vom Fundament aus zu bauen angefangen haben und auf dieser sicheren Grundlage getrost unser Werk fortsetzen dürfen.

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Referenzen

  1. 1).
    Aristoteles ist hier wie auch in späteren Hinweisen als klassischer Vertreter und Systematiker der antiken Logik genannt, ohne daß er als Urheber der jeweils besprochenen Einzelheiten bezeichnet werden soll.Google Scholar
  2. 2).
    Den Ausdruck „Subjekt“ vermeiden wir, da es auf die grammatische Stellung innerhalb des sprachlichen Satzes natürlich nicht ankommt.Google Scholar
  3. 1).
    Wie bei der Negation ist auch hier das Wort „Verknüpfung“ im uneigentlichen Sinne zu verstehen, da nur ein Verknüpfungsglied in Frage kommt.Google Scholar
  4. 4).
    Wie würden diese Schreibungen zu lesen sein?Google Scholar
  5. 1).
    Dieser Zusammenhang ist für die Beurteilung der klassischen Logik insofern von Bedeutung, als Aristoteles die singulären Urteile auf Grund der zweiten Umschreibung zu den partikulären, die Späteren dagegen auf Grund der ersten überwiegend zu den allgemeinen gerechnet haben.Google Scholar
  6. 1).
    D. h. solche, die von Dingen sinnvoll ausgesagt werden können. Daß sie Dingen wirklich zukommen, ist nicht erforderlich. So wäre z. B. auch „mit sich selbst nicht identisch sein“ eine hier in Frage kommende Eigenschaft.Google Scholar
  7. 2).
    Die Punkte hinter den Operatoren dienen nur dazu, die Analogie mit dem früheren Vereinigungssatz klar hervortreten zu lassen.Google Scholar
  8. 3).
    Die Aufgabe der Begründung dieser Behauptung sei dem Leser zur Übung empfohlen.Google Scholar
  9. 2).
    Denn, daß jeder Mensch männlich oder weiblich ist, impliziert offenbar nicht, daß jeder Mensch männlich oder jeder Mensch weiblich ist.Google Scholar
  10. 1).
    Man durchlaufe die Kette auch rückwärts! Vgl. Aufg. 6 des Anhanges.Google Scholar
  11. 1).
    In Wahrheit läßt das obige Gesetz noch eine wesentlich allgemeinere Fassung zu; doch umfaßt die angegebene bereits alle praktisch wertvollen Anwendungen.Google Scholar
  12. 2).
    Vgl. die im Vorwort genannte Schrift des Verfassers.Google Scholar
  13. 2).
    Das gleichzeitige Auftreten von Aussagen- und Dingargumenten hat übrigens so gut wie keine praktische Bedeutung.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

Authors and Affiliations

  • Heinrich Behmann
    • 1
  1. 1.Universität HalleDeutschland

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