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Die religiöse Frage um die Jahrhundertwende

  • Friedrich Heininger
Chapter
Part of the Literaturkundliche Lesehefte book series (LKL, volume 23)

Zusammenfassung

Die religiösen Fragen waren wohl zu keener Zeit starker in Fluß als heute. Es hilft kein Leugnen mehr: die Gegenwart ist keineswegs antireligiös — wie manche Pessinisten fast täglich hinausschereien. Antikirchlich mag unsere Zeit sein (und daß sie es ist, darf keinen Einsichtigen wundernehmen), und doch regen sich seit geraumer Zeit die religiösen Bedürfnisse auch gerade bei denen, die dem religiösen Kult antipathisch oder apathisch gegenüberstanden. Daran ist so mancherlei bemerkenswert: einmal, daß eine so verstandesmäßige Weltanschauung, wie sie die neueren Wissenschaften (ähnlich wie früher der Rationalismus) auszugestalten sich bemühten, dem einzelnen auf die Dauer nicht die Befriedigung der Seele und ihrer Sehnsuchten geben kann, nach der sie verlangt; zum anderen, daß nunmehr alles religiöse Gesetzes- und Formelwesen endgültig in der religiösen Verjüngung des deutschen Geistes — die sich langsam aber stetig vollzieht — aufgehen wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Friedrich Heininger

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