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Staatskunde pp 48-62 | Cite as

Die Presse

  • Theodor Heuß
Chapter

Zusammenfassung

Der Name einer geistigen Erscheimmg, einer öffentlichen Macht, eines ganzen Gewerbes bezieht sich auf ein Werkzeug, denn das ist nun eben im eigentlichett Wortsinn die „Presse“, die Buchdruckerpresse. Sie hat die Bezeichnung für einen technischert Vorgang, der in vielen Industrien notwendig ist, in eindeutigem und fast ausschließendem Sinn an fich gerissen. Iede Betrachtung dieser Tatsache bleibt deshalb aber auch an die technische Erfindung gebunden. Der Begriff bezieht sich aber nicht auf alles, was gedruckt wird, also nicht auf Bücher und Verwandtes, sondern auf diejenigen Druckerzeugnisse, die einen einheitlichen, regelmäßigen, „periodischen“ Tharakter haben, die entstehert und abgenommern werden vorzugsweise auf Grund ernes Lieferungsvertrags (Abonnement) zwischen Herfteller und Bezieher. In erster Linie handelt es sich um die „Zeitung“, die je nach dem Stand der Entwidlung wöchentlich einigemale (so in kleinen Orten em Teil der Lokalblätter), oder täglich einmal, zweimal, dreimal erscheint. Ihr Kern ist die regelmäßige Berichterstattung, das Nachrichtenwefen. Neben ihr steht die „Zeitschrift“, wöchentlich, halbmonatlich, monatlich, je nach-dem — ihr Zweck ist nicht so sehr die Mitteilung als die Beurteilung, Belehrung, Unterhaltung.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

Authors and Affiliations

  • Theodor Heuß
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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