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Staatskunde pp 287-306 | Cite as

Recht und Leben

  • Max Rumpf
Chapter

Zusammenfassung

Der Mensch ist von zwieschlächtiger Art. Er ist ein Stück Natur und damit, wie alles Ratürliche, eingespannt in den unerbittlich notwendigen Gang des Naturgeschehns. Vor dem Raturgesetz gibt es kemen Vorrang des Menschen, weder vor dem Tiere, noch vor der unbelebten Natur. Der lebende Mensch ist soweit nur em winziger, nichts als unfreier Träger, erne Durchgangsstelle des allgememen, kerne Ausnahme kennenden ursächlichen Geschehens.

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Literatur

  1. Recht und Leben. — Von den Werken, die sich bemühen — meist auf verhältnismäßig kappem Raume — entweder eine allgemeine Übersicht über oder eine Einführung in das Gebiet der Rechtswssenschaft zu geben, sind die Rechtsenyklopädten noch einigermagen ausschließlich auf den juristischen Leser eingestellt. Ausdrücklich hingewefen sei auf die in iher Art klassische Enzyklopädie Adolf Merkels, 7. Aufl, herausgegeben von Rud. Merkel, 1922. Nahe herait an jene strenger juristischen Enzykltopädien rüdt Gruebers, Einführung in die Rechtswnssenschaft, 6. Aufl., 1922: sie ist (Vorwort) „gedacht und geschrieben für den Studierenden der Rechte“. Ähnlich, wenn auch fchon piel weniger formal als bei Grueber die Einsteltung von Otto Fischers Einführung. in die Wissenfchaft von Recht und Staat, 1920. Verwandte Ziele, wie die bisher genannten „inführungen“, verfolgt der Band Teil II, Abt. VIII von Hinnberg s Kultur der Gegemart: „Syftematifche Rechtswissenschaft“, 2. Aufl, 1913, worin elf herworragende Juristen je ein Teilgebtet des Rechts darftellen. Den Abschnitt Bürgerliches Recht hat Rudolf Sohm im Rahmen dieses Sammelwerks trefflich dargeftellt. — Viel Sinn für Leben und Prayis zeigt und um die bestmogltche Lösung der päbagogischen Schwierigkeiten einer lebendigen Rechtseinführung bemüht sich Krüdmanns in Stoffauswahl und Vortrag etwas eigenwilltge „Einführung in das Recht“ 1912. Josef Kohler will in seiner Einführung in die Rechtswissenschaft, 5. Aufl., 1919, „von hoher Warte aus ein Bild der gesamten Rechtswissensdchaft“ geben. An „Lesbarkeit“ für den gebildeten Laien werden diefe Werke übertroffen von den „Einführungen“ von Th. Sternberg, in Sammlung Göschen 1920/22, und namentlich son G. Radbruch in „Wissenschaft und Bilbung“, 5. Aufl. 1923, — die deutsche Staatsgestaltung bis kurz vor der Umwälzung im November 1918 berücksichtigend. — Frisch, warmherzig und mit hellem Blick für die Gegentwartsaufgaben des Rechtes geschrieben ist die „Etnführung“ von J. W. Hedemann, in den „Grundrissen der Rechtswissenschast“, 1919. — Von einer ausführlicheren „Einführung“ von Richard Schmidt, die auch den nicht juristischen Leser ftark fesseln wird, ist vorerst der 1. Teil erschienen, 1921. — Vgl.noch May Rumpf, Volk und Recht, 1908, ein Versuch, „Brüden zu fchlagen zwischen Volk und Recht“, und Alfred Vierkandt, Staat und Gsellfchaft in der Gegentwart, Wissenschaft und Bildung, 2. Aufl., 1921.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

Authors and Affiliations

  • Max Rumpf
    • 1
  1. 1.MannheimDeutschland

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