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Gedächtnishandlungen

  • Karl Luß
Chapter
Part of the Aus Natur und Geisteswelt book series (NAG)

Zusammenfassung

Wenn ein Vogel, ohne dies je vorher gesehen zu haben, sein Nest baut, so handelt er, wie wir gesehen haben, instinktiv. Anders müssen wir aber die handlung eines Vogels beurteilen, der jeden Tag an dieselbe Stelle konmmt — wie ich dies einmal bei einer Krähe beobachte —, weil sie dort gefüttert wird. Eine solche handlung können wir nur dann verstehen, wenn wir dem Tiere ein Gedächtnis zuschreiben, sie stellt also eine Gedächtnisleistung das. Solche Gedächtnishandlungen sind uns selbst sehr geläufig; ein sehr großer Teil unserer eigenen handlungen stellt Gedächtnisleistungen dar. Aber auch in dem Tierreich sind sie weit verbreitet, nich etwa nur bei den Wirbeltieren, sondern auch bei den wirbellosen Tieren. Die Bienen, die zu dem Bienenhaus immer wieder zurückkehren, müssen unbedingt ein „Cedächtnis“ besitzen, oder objektiv gesprochen heißt dies: Die Reize, welche der Bienenstock auf sie ausübte, müssen in ihnen irgendwelche Spuren hinterlassen haben, welche ihnen bei der Rückkehr das Auffinden des Bienenhauses ermöglichen.

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Referenzen

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1923

Authors and Affiliations

  • Karl Luß

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