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Die Entwicklung der Soziologie in Ihrem Fachzeitschriftentum

  • Elisabeth M. Krekel-Eiben
Chapter
Part of the DUV: Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Auf dem Weg von einer amateurhaften Einzelwissenschaft bis hin zu einer Wissenschaft mit Großforschungscharakter durchläuft jede sich etablierende Fachwissenschaft verschiedene Phasen, die Aufschluß über die Konsolidierung und die Orientierung ihrer Inhalte geben. Die in Kap. II dargestellten Phasen der Verfestigung der bundesdeutschen Soziologie werden in diesem Teil eine inhaltliche Zuordnung erfahren und zum einen mit Arbeitstechniken einzelner Wissenschaftler, theoretisch oder empirisch, verglichen. Zum anderen werden die vorliegenden Ergebnisse den inhaltlichen Zuordnungen des amerikanischen Fachschriftentums gegenübergestellt.

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Literatur

  1. 1.
    Desolla Price, D., Little Science, Big Science. Von der Studierstube zur Großforschung, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1974(1963)Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. dazu: Parsons,T., Platt,G., The American University, Cambridg¨¦ Massachusetts: Harvard University Press, 1973, S.65.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. dazu auch: Giergyn, T.F., “Boundary-Work and Demarcation of Science from Non-Science: Strains and Interests in Professional Ideologies of Scientists”, in: American Sociological Review, 1983(48), S.781–95, S.781.Google Scholar
  4. 4.
    Die einzelnen Ergebnisse sind dem Anhang C, Tabelle DT1 zu entnehmen.Google Scholar
  5. 5.
    Schelsky,H., Ortsbestimmung der deutschen Soziologie, Düsseldorf Köln: Eugen Diederichs Verlag, 1967 (1959), S.65.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu: Sahner,H., Theorie und Forschung. Zur paradigmatischen Struktur der westdeutschen Soziologie und zu ihrem Einfluß auf die Forschung, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1982, S.148.Google Scholar
  7. 7.
    Mit Ausnahmen von 1946–50 von 65.5%. Die einzelnen Zahlen können den Tabellen DT1, DT1-A bis DT1-C aus Anhang C entnommen werden.Google Scholar
  8. 8.
    Zur Erläuterung der Methoden der Trendanalyse siehe: Trend, SPSS/PC+. For the IBM PCXT/AT, Chicago Illinois: SPSS Inc.Google Scholar
  9. 9.
    Die Darstellung der Trendanalyse gibt Aufschluß über die verschiedenen saisonalen Effekte in der bundesdeutschen Soziologie. Die einzelnen Datenmeßpunkte werden sowohl über die EXMOOTH-Methode der Trendanalyse von SPSS (ebenda, S.B-5 bis B-14) in ein angemessenes Modell überführt (FIT 2 im Schaubild 7), als auch mit dem gleitenden Mittelwert nochmals einerBestätigung unterzogen.Google Scholar
  10. 10.
    Als weiteres Indiz können verschiedene Schwerpunktthemen einzelner Hefte der Sozialen Welt gewertet werden. Z.B. 1952/53 Heft 3 zur “Sozialhygiene” oder 1959 Heft 3 zum Thema “Verbraucher”.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. dazu: Weyer,J., Westdeutsche Soziologie 1945–1960. Deutsche Kontinuitäten und nordamerikanischer Einfluß, Berlin: Duncker&Humblot, 1984, S.214–22.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. dazu: Schelsky,H., “Gemeinsame Erklärung”, in: Soziale Welt, 1962, S.1. Der Name H.SCHELSKY in der deutschen Soziologie ist mit dem Kampf um ihre fachwissenschaftliche Anerkennung verbunden. Das spiegelt sich auch in der Sozialen Welt. Google Scholar
  13. 13.
    Vgl.: Sahner, H., Theorie und Forschung, op. cit., S.138–48.Google Scholar
  14. 14.
    Ebenda, S.140.Google Scholar
  15. 15.
    Ebenda, S.139.Google Scholar
  16. 16.
    Die Ergebnisse der differenzierten Kategorien ist dem Anhang C, Tabelle DT2, DT2-A bis DT2-C zu entnehmen.Google Scholar
  17. 17.
    Die Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie druckte die Referate von T.W. Adorno, H.Albert, R. Dahrendorf, J.Habermas, H.Pilot und K.R. Popper ab, die später in dem Sammelband: Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, Neuwied Berlin: Luchterhand, 1969 erschienen.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. dazu: Lepsius, M.R., “Ansprache zur Eröffnung des 17. Deutschen Soziologentages: Zwischenbilanz der Soziologie”, in: Verhandlungen des 17. Deutschen Soziologentaes, Zwischenbilanz der Soziologie, hrsg. von M.R. Lepsius, Stuttgart: Ferdinand Enke, 1976, S.1–13, insbesondere S.5, sowie: Meurer, B., “Vom bildungsbürgerlichen Zeitvertreib zur Fachwissenschaft - Die deutsche Soziologie im Spiegel ihrer Soziologentage”, in: Heidtmann, B., Katzenstein, R., Soziologie und Praxis. Studium Forschung Beruf, Köln: PahlRutenstein, 1979, S.210–31, insbesondere S.224–5.Google Scholar
  19. 19.
    Siehe: Adorno, T.W., u.a., Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, op. cit.Google Scholar
  20. Po.
    pper,KR., “Die Logik der Sozialwissenschaften”, in: Adorno,T.W.,u.a, Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, op.cit., S.103–24.Google Scholar
  21. 21.
    A1bert,H., “Der Mythos der totalen Vernunft”, in: Adorno,T.W.,u.a., Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, op.cit., S.193–234.Google Scholar
  22. 22.
    Adorno,T.W., “Zur Logik der Sozialwissenschaften”, in: Adorno,T.W.,u.a., Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, op.cit., 5.125–44.Google Scholar
  23. 23.
    Habermas,J., “Analytische Wissenschaftstheorie und Dialektik”, in: Adorno,T.W., Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie, op.cit., S.15592.Google Scholar
  24. 24.
    Siehe dazu: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1962 Heft 2. ’ Siehe Tabelle DT2-A im Anhang C.Google Scholar
  25. 26.
    Z.B.: Habermas,J., “Die Scheinrevolution und ihre Kinder”, in: Habermas,J., Protestbewegung und Hochschulreform, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1969, S.188–201.Google Scholar
  26. 27.
    Vgl. dazu: Lüschen,G., “Die Entwicklung der deutschen Soziologie in ihrem Fachschriftentum. Perioden, Sachgebiete und Methoden seit 1945”, in: Luschen, G. (Hrsg.), Deutsche Soziologie seit 1945, Sonderheft 21 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1979, S.169–92, S.174–5.Google Scholar
  27. 28.
    Vgl.: Klima,R., “Die Entwicklung der soziologischen Lehre an den westdeutschen Universitäten 1950–1975”, in: Luschen, G., Deutsche Soziologie seit 1945, op.cit., S.221–56, S.252.Google Scholar
  28. 29.
    Lepsius,M.R., “Ansprache zur Eröffnung des 17. Deutschen Soziologentages: Zwischenbilanz der Soziologie”, op.cit., S.8.Google Scholar
  29. 30.
    Meurer, B., “Vom bildungsbürgerlichen Zeitvertreib zur Fachwissenschaft - Die deutsche Soziologie im Spiegel ihrer Soziologentage”, op.cit., S.227–8.Google Scholar
  30. 31.
    Vgl. dazu: Matthes, J., Einführung in das Studium der Soziologie, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1980(1973), S.23.Google Scholar
  31. 32.
    Lepsius, M.R., “Ansprache zur Eröffnung des 17. Deutschen Soziologentages: Zwischenbilanz der Soziologie”, op.cit., S.9.Google Scholar
  32. 33.
    Vgl. Kap.III.Google Scholar
  33. 34.
    Das Begutachtungsverfahren der Zeitschrift für Soziologie blockiert von vornherein Artikel, die eher sachbezogen und weniger formalisiert sind. Hier findet sich immer eine sachkompetente Person im Herausgebergremium oder als Gutachter, die sachliche Einwände gegen den Abdruck eines Manuskripts vorlegen kann, während bei technischen Artikeln die Entscheidungen einfacher zu treffen sind. Mit dem Gutachterverfahren, welches eine “kompetente Reaktion” auf jeden eingereichten Artikel impliziert, erhöhen sich automatisch die Bewertungsmaßstäbe. Eine genaue Beschreibung des Begutachtungsverfahrens der Zeitschrift für Soziologie sowie die Darstellung ihrer Gründung verdanke ich einem persönlichen Gespräch mit W.Lipp vom 14.Juni 1985.Google Scholar
  34. 35.
    Vgl. Tabelle DT1-C im Anhang C.Google Scholar
  35. 36.
    Auf die Anwendung statistischer Daten soll im nächsten Teil näher eingegangen werden.Google Scholar
  36. 37.
    Vgl. hierzu: Klima,R., “Die Entwicklung der soziologischen Lehre an den westdeutschen Universitäten 1950–1975”, op. cit., S.242.Google Scholar
  37. 38.
    Mit der Konzentration auf einen konsensuellen Gegenstand (Methoden) erhöhte sich auch die externe Identifikation der Soziologie und damit auch die Definition speziell soziologischer Aufgabengebiete, die sich in externen Problemlösungsfragen spiegeln. Frei finanzierte Forschungsprojekte, von Industrie, Politik oder Kommunen, sind Ausdruck dieser Entwicklung.Google Scholar
  38. 39.
    Klima, R., “Die Entwicklung der soziologischen Lehre an den westdeutschen Universitäten 1950–1975”, op. cit., S.96.Google Scholar
  39. 40.
    Diese Kategorie wurde, aufgrund des geringen Aufkommens bzw. aufgrund der häufigen 0-Werte in den Anfängen keiner gesonderten Trendanalyse unterzogen.Google Scholar
  40. 41.
    Diese Zahlen beruhen auf dem Artikelaufkommen beider Zeitschriften, der Sozialen Welt und der Kölner Zeitschrift. Da die Soziale Welt zu dieser Zeit noch keine orginär soziologische Zeitschrift war und eher Berichte aus der Praxis, für Praktiker, veröffentlichte, erklärt sich der hier relativ geringe Anteil dieser Kategorie. Betrachtet man die Kölner Zeitschrift als “soziologische Zeitschrift” für sich, repräsentiert die “Allgemeine Soziologie” in den Anfängen 21.8% bzw. 13.6% aller Artikel.Google Scholar
  41. 42.
    Die Kategorie “Theorie der Gesellschaft” wurde nicht weiter interpretiert, da ihr aufgrund geringer Besetzungen und einer relativ gleichbleibenden Verteilung über die Jahre hinweg keine inhaltliche Bedeutung beigemessen wird.Google Scholar
  42. 43.
    Der Einfluß R. KÖNIGS bewirkte eine zunehmende Orientierung der Zeitschrift an der amerikanischen Soziologie und hier vor allem am Strukturfunktionalismus. In der Einleitung zur ersten Auflage des Fischerlexikons Soziologie beklagte König den Mangel an “soziologischer Theorie” und die geringe Rezeption der amerikanischen Soziologie (hier meint er T. PARSONS und R.K. MERTON), wodurch das eigentliche “Skelett der soziologischen Theorie”, die struktur-funktionale Analyse völlig unberücksichtigt bleibt. Vgl.: König, R., Soziologie,Frankfurt a.M.: Fischer, 1958, S.13–4.Google Scholar
  43. 44.
    Vgl. dazu: Sahner,H., Theorie und Forschung, op.cit., S.149–58.Google Scholar
  44. 45.
    Die Notwendigkeit neuer Publikationsmedien in dieser Zeit der Expansion der Soziologie zeigt sich auch an anderen Neuerscheinungen: z.B. der Leviathan oder die Zeitschrift Soziologie. Beide erscheinen Anfang der 70er Jahre. Im Leviathan ist die marxistisch orientierte Soziologie vertreten, während die Sozioloie die Aufgabe des offiziellen Mitteilungsblattes der Deutschen Gesellschaft für Soziologie von der Kölner Zeitschrift übernommen hat.Google Scholar
  45. 46.
    Diese bilden z.B. den Kern der soziologischen Lehrgebiete im Jahre 1975. Vgl. dazu: Klima, R., “Die Entwicklung der soziologischen Lehre an den westdeutschen Universitäten 1950–1975”, op.cit., S.230–7.Google Scholar
  46. 47.
    Die Grundlage des Schaubilds ist dem Anhang C, Tabelle AM1, AM1-A bis AM1-C zu entnehmen. Auch hier wurden die Kategorien soziologische Theorie und Theorie der Gesellschaft zu theoretischer Analyse sowie allgemeine Soziologie, Klassiker und Methodologie zu fachspezifischen Grundlagen zusammengefaßt. Die Einzeldarstellung kann der Tabelle AM2, AM2-A bis AM2-C im Anhang C entnommen werden.Google Scholar
  47. 48.
    Der hohe Anteil an spezieller Soziologie kann aber auch Ausdruck des Begutachtungsverfahrens sein, welches die Veröffentlichung dieser Kategorie begünstigt.Google Scholar
  48. 49.
    Der Mittelwert der untersuchten Fachzeitschriften liegt hier bei 2.6%.Google Scholar
  49. 50.
    Hierzu mehr im nächsten Abschnitt.Google Scholar
  50. 51.
    Shanas, E., “The American Journal of Sociology Through Fifty Years”, in: American Journal of Sociology,1945(2), S.522–33, S. 524.Google Scholar
  51. 52.
    Vgl. hierzu: Hinkle, R.L., Hinkle, G.N., Die Entwicklung der amerikanischen Soziologie, Wien: Verlag für Gesellschaft und Politik, 1960, S.80–114.Google Scholar
  52. 53.
    Hierzu: Wiley, N., “Recent Journal Sociology: The Substitution of Method for Theory”, in: Contemporary Sociology, 1979(8), S.793–99, S.797; Page, C.H., Fifty Years in the Sociological Enterprise. A Lucky Journal, Amherst: The University of Massachusetts Press, 1982, S.212–4. Zur Diskussion über die Theorielosigkeit der American Sociological Review siehe auch: Zelditch, M., “Why Was the ASR so Atheoretical?”, in: Contemporary Sociology, 1979(8), S.808–14.Google Scholar
  53. 54.
    Vgl. Tabelle AM1-B im Anhang C.Google Scholar
  54. 55.
    Vgl. Page, C.H., Fifty Years in the Sociological Enterprise. A Lucky Journal, op. cit., S. 193–223.Google Scholar
  55. 55.
    Dieser Anteil wird von der AIS und der ASR getragen, während die SF für diese Entwicklung keine Rolle spielt. Vgl. Tabelle AM1, AM1-A bis AM1-C im Anhang C.Google Scholar
  56. 57.
    Gaston,J., “The Big Three and the Status of Sociology’, op.cit., 5.791.Google Scholar
  57. 58.
    König, R.(Hrsg.), Soziologie, op. cit.Google Scholar
  58. 59.
    Zum wissenschaftlichen Wettbewerb in der amerikanischen Soziologie siehe: Mönch, R., Die Kultur der Moderne, Bd.1, Ihre Grundlagen und ihre Entwicklung in England und Amerika, Frankfurt: Suhrkamp, 1986, S.344–63.Google Scholar
  59. 60.
    Zu beachten ist, daß die hier beschriebene spezielle Soziologie eine andere ist als in den Anfängen. Hier ist die konkrete Anwendung der Soziologie auf spezielle Problembereiche gemeint, während in den Anfängen der Entwicklung der Soziologie auch nicht-soziologische Artikel, wie z.B. Erfahrungsberichte in diese Kategorie aufgenommen wurden.Google Scholar
  60. 61.
    Vgl. dazu: Kuhn, T.S., “Postskript - 1969 zur Analyse der Struktur wissenschaftlicher Revolutionen”, in: Weingart, P. (Hrsg.), Wissenschaftssoziologie I. Wissenschaftliche Entwicklung als sozialer Prozeß, Frankfurt a.M.: Athenäum, 1972, S.287–319, S.294–6.Google Scholar
  61. 62.
    Klüver,J., Universität und Wissenschaftssystem. Die Entstehung einer Institution durch gesellschaftliche Differenzierung, Frankfurt New York: Campus Verlag, 1983, S.122–3.Google Scholar
  62. 63.
    Vgl. dazu: Maus, H., “Zur Vorgeschichte der empirischen Sozialforschung”, in: König, R., Handbuch der empirischen Sozialforschung. Band 1: Geschichte und Grundprobleme, Stuttgart: F. Enke, 1973(1967), S.21–56, S.23 sowie: Berner, H., Die Entstehung der empirischen Sozialforschung. Zum Apriori und zur Sozialgeschichte der quantitativen Sozialanalyse, Giessen: Focus Verlag, 1983, insbes. S.67–145.Google Scholar
  63. 64.
    Schad, S.P., Empirical Research in Weimar-Germany, Paris DenHaag: Mouton&Co, 1972. (Übers. d. Verf.)Google Scholar
  64. 65.
    Vgl. dazu: Oberschall, A., Empirical Social Research in Germany 1848–1914, Paris: Mouton&Co, 1965, S.3–6.Google Scholar
  65. 66.
    Vgl.: Schad, S.P., Empirical Social Research in Weimar-Germany, op.cit., S.23.Google Scholar
  66. 67.
    Vgl. dazu: Ebenda, S.1, S.47–9. Als eine mit den Mitteln der emprischen Sozialforschung betriebene Soziologie kann die aus den Niederlanden importierte und vor allem durch F. TONNIES vertretene Soziographie genannt werden. Vgl.: Ebenda. Im Vergleich zu eher quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung bediente sich die Soziographie der Beschreibung sozialer Räume unter Einbeziehung von historischen, politischen, wirtschaftlichen und psychologischen Faktoren. Als weder empirisch noch theoretisch, sondern eher deskriptive Wissenschaft konnte sie nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr an ihre vorherige Bedeutung anknüpfen. Vgl. dazu: Reilingh,H.D. deVries, “Soziographie”, in: König, R.(Hrsg.), Handbuch der empirischen Sozialforschung. Band 4: Komplexe Forschungsansätze, Stuttgart: F. Enke, 1974(1962), S.142–61.Google Scholar
  67. 68.
    Vgl.: Schad, S.P., Empirical Social Research in Weimar-Germany, op.cit., S.23.Google Scholar
  68. 69.
    Ebenda, S.2–3.Google Scholar
  69. 70.
    Vgl.: Ringer, F.K., Die Gelehrten. Der Niedergang der deutschen Mandarine 1890–1933, Stuttgart: Ernst Klett Verlag, 1983, S.229–73.Google Scholar
  70. 71.
    Hinkle,R.L., Hinkle,G.N., Die Entwicklung der amerikanischen Soziologie, op.cit., S.54–63.Google Scholar
  71. 72.
    Ebenda, S.58.Google Scholar
  72. 73.
    Vgl. hierzu: Ben-David,J., Scientist’s Role in Society. A Comparative Study, Englewood Cliffs: Prentice Hall, 1971, S,149–50.Google Scholar
  73. 74.
    Zur Bedeutung von LAZARSFELD für die empirische Sozialforschung in Amerika vgl.: Obershall,A.R., “Paul F.Lazarsfeld und die Geschichte der empirischen Sozialforschung”, in: Lepenies, W.(Hrsg.), Geschichte der Soziologie. Studien zur kognitiven, sozialen und historischen Identität, op.cit., Bd.3, S.15–30.Google Scholar
  74. 75.
    Vgl.: Hirsch, W., Scientists in American Society, op.cit., S.99.Google Scholar
  75. 76.
    Kriesi,H., “Soziologische Methodologie und die Rebellion der Betroffenen. Überlegungen zur Lage der Soziologie”, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1982, S.748–66, S.749.Google Scholar
  76. 77.
    Siehe hierzu Tabelle DT3, DT3-A bis DT3-C im Anhang C.Google Scholar
  77. 78.
    Siehe Hierzu Tabelle AM3, AM3-A bis AM3-C im Anhang C.Google Scholar
  78. 79.
    Vgl. hierzu: Johnson, G.B., Johnson, G.G., Research in Service to Society. The Fifty Years of the Institute for Research in Social Science at the University of North Carolina, op.cit., S.54.Google Scholar
  79. 80.
    Dazu: Page, C.H., Fifty Years in the Sociological Enterprise. A Lucky Journal, op.cit., S.213.Google Scholar
  80. 81.
    Siehe zum Vergleich die Auswirkungen nach der Übernahme der Sozialforschungsstelle durch H. SCHELSKY: Weyer,J., Westdeutsche Soziologie 1945–1960, op.cit., S.223.Google Scholar
  81. 82.
    Das verdeutlicht der rapide Anstieg der empirischen Artikel 1976–80 nach dem Wechsel der Herausgeberschaft auf H. HARTMANN.Google Scholar
  82. 83.
    Vgl. dazu: Hartmann, H., “Zum Eintritt in den 30. Jahrgang: Bilanz und Ausblick für die Zeitschrift ”Soziale Welt“, in: Soziale Welt, 1979, S.1–8, S.3; Baier, H.,u.a., ”Zur Eröffnung des dritten Jahrgangs - Vorwort der Herausgeber“, in: Zeitschrift für Soziologie, 1974, S.1–4, S.3 sowie Klima, R., Luhmann, N., Pappi, F.U., Schluchter, W., Schoene, W., ”Zur Eröffnung des sechsten Jahrgangs - Vorwort der Herausgeber“, in: Zeitschrift für Soziologie, 1977, S.1–4, S.4.Google Scholar
  83. 84.
    Baier, H.,u.a., “Zur Eröffnung des dritten Jahrgangs - Vorwort der Herausgeber”, op.cit., S.3. Für die anderen beiden Zeitschriften liegt leider kein vergleichbares Datenmaterial vor, da sie keine Angaben über Manuskripteingänge, Ablehnungen oder Annahmen veröffentlichen.Google Scholar
  84. 85.
    Vgl. dazu: Stegemann, H., “Spezialbibliotheken für Sozialwissenschaften: Datenbank für Umfrageforschung”, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1981, S.876–85.Google Scholar
  85. 86.
    Wittenberg,R., “Die ForschunT von Professoren und Doktorranden im Bereich der Soziologie. Empirische Befunde aus einer Umfrage zur Doktorrandenausbildung”, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1981, S.668–81.Google Scholar
  86. 87.
    Smelser, N.J., “Die Beharrlichkeit des Positivismus in der amerikanischenGoogle Scholar
  87. 88.
    Soziologie“, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1986(38), S.133–50, S.142.Google Scholar
  88. 89.
    Ebenda, S.142–5. Zur Stellung des Positivismus in der amerikanischen Soziologie siehe auch: Münch, R., “The American Creed in Sociological Theory Exchange, Negotiated Order, Accomodated Individualism, and Con-t9ngency”, in: Sociological Theory, 1986(4), S.41–60.Google Scholar
  89. 90.
    R., “The American Creed in Sociological Theory Exchange, Negotiated Order, Accomodated Individualism, and Con-t9ngency”, in: Sociological Theory, 1986(4), S.41–60.Google Scholar
  90. 90.
    Baier,H.,u.a., “Zur Eröffnung des 2.Jahrgangs - Vorwort der Herausgeber”, op.cit., S.4. Whiley, N., “Recent Journal Sociology: The Substitution of Method for Theory”, op.cit., S.715.Google Scholar
  91. 91.
    Ebenda, S.143.Google Scholar
  92. 92.
    Zuckermann, H., “Patterns of Name Ordering Among Authors of Scientific Papers: A Study of Social Symbolism and Its Ambiguity”, in: American Journal of Sociology, 1969, S.276–91, S.277.Google Scholar
  93. 93.
    Die Aufsplitterung in die einzelnen Zeitschriften kann den Tabellen DT4A bis DT-C im Anhang C entnommen werden.Google Scholar
  94. 94.
    Vgl. zum Problem der Arbeitsteilung und der Teamarbeit: Hagstrom, W.O., The Scientific Community, London Amsterdam: Southern Illinois Press, 1975 (1965), S.105–58.Google Scholar
  95. 95.
    Vergleich dazu Tabelle DT5 im Anhang C.Google Scholar
  96. 96.
    Vergleich Tabelle DT5 im Anhang C.Google Scholar
  97. 97.
    Vergleich Tabelle DT3 im Anhang C.Google Scholar
  98. 98.
    Siehe Tabelle AM5, AM-A bis AM-C im Anhang C.Google Scholar
  99. 99.
    Hagstrom, W.O., The Scientific Community, op. cit., S.140–52.Google Scholar
  100. 100.
    Ebenda, S.140.Google Scholar
  101. 101.
    Vgl.: Zuckermann,H., “Patterns of Name Ordering Among Authors of Scientific Papers: A Study of Social Symbolism and Its Ambiguity”, op.cit., S.277–91.Google Scholar
  102. 1¡ã2.
    Gründe hierfür können z.B. in der mangelnden sozialen Lage der in Forschungsprojekten Tätigen liegen, die sich eher um das Einwerben neuer Forschungsprojekte, denn um die Auswertung bereits durchgeführeter Projekte kümmern. Vgl.: Kaufmann, F.X., Klima, R., Schluchter, W., Schoene, W., Pappi, F.U., “Zur Eröffnung des fünften Jahrgangs - Vorwort der Herausgeber”, in: Zeitschrift für Soziologie, 1976, S.1–3.Google Scholar
  103. 103.
    Hartmann, H., “Zum Eintritt in den 30.Jahrgang”, op.cit., S.3.Google Scholar
  104. 104.
    Vgl.: Sahner, H., Theorie und Forschung, op.cit., S.172.Google Scholar
  105. 105.
    Vgl.: Tabelle DT6, DT6-A bis DT6-C im Anhang C.Google Scholar
  106. 106.
    Siehe Tabelle AM6, AM6-A bis AM6-C im Anhang C.Google Scholar
  107. 107.
    Dazu: Sahner, H., Theorie und Forschung, op. cit., 5.172.Google Scholar
  108. 108.
    Flora, P.,u.a., “Zur Eröffnung des zehnten Jahrgangs - Vorwort der Herausgeber”, op.cit., S.2.Google Scholar
  109. 109.
    Wiley, N., “Recent Journal Sociology: The Substitution of Method for Theory ”’ op.cit., S.797.Google Scholar
  110. 110.
    Vgl.:Sahner, H., Theorie und Forschung, op.cit., S.179–98.Google Scholar
  111. 111.
    Vgl.: Sahner, H., “Veröffentlichte empirische Sozialforschung: Eine Kummulation von Artefakten? Eine Analyse von Periodika’, in: Zeitschrift für Soziologie, 1979, S.267–78, S.271.Google Scholar
  112. 112.
    Ebenda, 5.270. Ein Vergleich zwischen den eingesandten Manuskripten an die Herausgeber und den tatsächlich veröffentlichten Manuskripten schwächt diese These etwas ab. SAHNER errechnete für die Zeitschrift für Soziologie eine Veröffentlichungschance (Diffussionschance) von 81% für Artikel mit nicht-signifikanten Ergebnissen, während signifikante Ergebnisse eine Diffusionschance von 65% haben. Dem ermittelten Verhältnis der Veröffentlichungschance von Artikeln mit nicht-signifikanten zu Artikeln mit signifikanten Ergebnissen für den Manuskripteingang, steht ein hoher Veröffentlichungsgrad von Artikeln mit signifikanten Ergebnissen gegenüber. Dies deutet auf ein Vorselektion der Autoren die überproportional mehr Artikel mit signifikanten Ergebnissen an die Herausgeber senden. Vgl.: Sahner, H., “Zur Selektivität von Herausgebern: Eine Input-output-Analyse der ”Zeitschrift für Soziologie’, in: Zeitschrift für Soziologie, 1982, S.82–98, S.89–91.Google Scholar
  113. 113.
    Vgl.: Wiley,N., “Recent Journal Sociology. The Substitution of Method for Theory”, op. cit., S.793–9.Google Scholar
  114. 114.
    Vgl. dazu Tabellen DT5, DT5-A, AM5 im Anhang C.Google Scholar
  115. 115.
    /51 Heft 2: Verhandlungen des 10.Deutschen Soziologentages in Detmold; 1951/52 Heft 2 und 3: Verhandlungen zur zweiten Anthropologischen Konferenz 1951 in Mainz; 1952/53 Verhandlungen des XI. Deutschen Soziologentages 1952 in Weinheim; 1953/54 Heft 3 und 4: Verhandlungen des 12. Deutschen Soziologentages und der 3. Anthropologischen Konferenz am 15.-17. Oktober 1954 in Heidelberg.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Elisabeth M. Krekel-Eiben

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