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Die sozialen Gründe unterschiedlicher institutioneller Strukturen wohlfahrtsstaatlicher Einrichtungen

  • Elmar Rieger
Chapter

Zusammenfassung

In der historischen und sozialwissenschaftlichen Literatur zur Entwicklung der modernen Wohlfahrtsstaaten nimmt der Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland eine prominente Stellung ein. Der Vergleich der allgemeinen politischen Entwicklung in diesen beiden Staaten hat ungleich mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen als etwa der Vergleich mit Frankreich oder Italien. In der Literatur wurde dieser Vergleich von Anfang an als Kontrastierung unterschiedlicher nationalstaatlicher und politischer Entwicklungen angelegt. Diese vergleichende Perspektive hat eine lange Tradition. Im Zusammenhang mit der Frage nach dem Ursprung und der historischen Entwicklung des Wohlfahrtsstates wurden vergleichende Ansätze hauptsächlich durch zwei Fragen stimuliert. Die erste Frage stellte das Verhältnis zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und staatlicher Sozialpolitik in den Mittelpunkt. Wie kann man erklären, daß in Deutschland bereits in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts moderne staatliche Einrichtungen für die soziale Sicherung der unteren Schichten der lohnabhängigen Bevölkerung eingeführt wurden, während in Großbritannien, wo die industrielle Revolution früher einsetzte und die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen stärker prägte, die entsprechenden Einrichtungen sozialer Sicherung erst dreißig Jahre später institutionalisiert wurden?

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Literatur

  1. 57.
    Abgedruckt in: Philipp Heck, Das Problem der Rechtsgewinnung; Gesetzesauslegung und Interessenjurisprudenz; Begriffsbildung und Interessenjurisprudenz, Bad Homburg, Berlin, Zürich: Gehlen (Studien und Texte zur Theorie und Methodologie des Rechts, Bd. 2), 1968. “Gesetzesauslegung und Interessenjurisprudenz” erschien zuerst im Jahr 1914 im “Archiv für die civilistische Praxis”, Bd. 112.Google Scholar
  2. 58.
    Zum Beispiel in Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen: Mohr, 19805, S. 514.Google Scholar
  3. 59.
    Vgl. dazu Jürgen Kocka, German History before Hitler. The Debate about the German “Sonderweg”, in: Journal of Contemporary History 23 (1988), S. 3–16. Zur Beteiligung der frühen deutschen Soziologie an dieser Diskussion finden sich Hinweise bei Ilja Srubar, Das Bild Deutschlands in den Werken der sozialwissenschaftlichen Emigration, in: Ders. (Hg.), Exil, Wissenschaft, Identität. Die Emigration deutscher Sozialwissenschaftler 1933–1945, Frankfurt: Suhrkamp, 1988, S. 281–298, besonders S. 281f. Zum Thema des Sonderwegs als Problem der deutschen Geschichtsschreibung vgl. Bernd Faulenbach, Ideologie des deutschen Weges. Die deutsche Geschichte in der Historiographie zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, München: Beck, 1980; und Geoff Eley, Deutscher Sonderweg und englisches Vorbild, in: David Blackbourn und Geoff Eley, Mythen deutscher Geschichtsschreibung. Die gescheiterte bürgerliche Revolution von 1848, Frankfurt, Berlin, Wien: Ullstein, 1980, S. 7–70.Google Scholar
  4. 60.
    Hier zit. nach Gerhard A. Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England. Entstehung und Grundzüge im Vergleich, München: Beck, 1983, S.11.Google Scholar
  5. 61.
    Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, besonders S. 11f. über die “massive Propagierung” der deutschen Sozialversicherung im Ausland.Google Scholar
  6. 62.
    Vgl. Hans-Christoph Schröder, Die neuere englische Geschichte im Lichte einiger Modernisierungstheoreme, in: Reinhart Koselleck (Hg.), Studien zum Beginn der modernen Welt, Stuttgart: Klett-Cotta, S. 30–65, besonders S. 56f.Google Scholar
  7. 63.
    Allgemein dazu: Niklas Luhmann, Positivität des Rechts als Voraussetzung einer modernen Gesellschaft, in: ders., Ausdifferenzierung des Rechts. Beiträge zur Rechtssoziologie und Rechtstheorie, Frankfurt: Suhrkamp, 1981, S. 113–153.Google Scholar
  8. 64.
    Vgl. dazu H.J. Hanham, The Nineteenth-Century Constitution, 1815 1914, Cambridge: Cambridge University Press, 1969, besonders S. 1–15, 24–30 und 294–298.Google Scholar
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    Vgl. dazu Karl M. Hettlage, Die Finanzverwaltung (Steuern, Zölle), in: Kurt G. Jeserich, Hans Pohl und Georg-Christoph von Unruh (Hg.), Deutsche Verwaltungsgeschichte, Band 3: Das Deutsche Reich bis zum Ende der Monarchie, Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt, 1983, S. 250–264, insbesondere S. 253f. Zum Föderalismus in der deutschen Geschichte allgemein: Thomas Nipperdey, Der Föderalismus in der deutschen Geschichte in: ders., Nachdenken über die deutsche Geschichte, München: Beck, 1986, S. 60–109.Google Scholar
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    Vgl. dazu Douglas E. Ashford, A Victorian Drama: The Fiscal Subordination of British Local Government, in: Ders. (Hg.), Financing Urban Government in the Welfare State, London: Croom Helm, 1980, S.71–96.Google Scholar
  11. 67.
    Reinhard Mußgnug, Die rechtlichen und pragmatischen Beziehungen zwischen Regierung, Parlament und Verwaltung, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Band 3, S. 109–128.Google Scholar
  12. 68.
    Max Weber, Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland. Zur politischen Kritik des Beamtentums und Parteiwesens, in: ders., Gesammelte Politische Schriften, Tübingen, Mohr, 1980 (1918), S. 206–443, hier S. 351.Google Scholar
  13. 69.
    Reinhard Mußgnug, Die rechtlichen und pragmatischen Beziehungen, S. 113.Google Scholar
  14. 70.
    Vgl. dazu Konrad von Zwehl, Zum Verhältnis von Regierung und Reichstag im Kaiserreich (1871–1918), in: Gerhard A. Ritter (Hg.), Regierung, Bürokratie und Parlament in Preußen und Deutschland von 1848 bis zur Gegenwart, Düsseldorf: Droste, 1983, S. 90–116; speziell zur verfassungsrechtlichen Grundlage der ausbleibenden Parlamentarisierung: Max Weber, Die Abänderung des Art. 9 der Reichsverfassung, in: ders., Gesammelte Politische Schriften, S. 222–225. Der Artikel 9 besagte, daß niemand gleichzeitig Mitglied des Bundesrates und des Reichstages sein kann.Google Scholar
  15. 71.
    H.]. Hanham, The Nineteenth-Century Constitution, S. 76.Google Scholar
  16. 72.
    Vgl. dazu Heiner Haan, Prosperität und Krise. Grundprobleme und Forschungsschwerpunkte der englischen Geschichte in der frühen Neuzeit, in: Heiner Haan, Karl-Friedrich Krieger und Gottfried Niedhart, Einführung in die englische Geschichte, München: Beck, 1982, S. 79–137, besonders S. 101; Barrington Moore, Soziale Ursprünge von Diktatur und Demokratie, Frankfurt. Suhrkamp, 1969 (1966), besonders S. 33–40. Das Zitat findet sich auf S. 38. Die Kennzeichnung des englischen Staates des 18. Jahrhunderts als eine “federation of country houses” stammt von dem Historiker Habakkuk, hier zitiert nach Hans-Christoph Schröder, Die neuere englische Geschichte im Lichte einiger Modernisierungstheoreme, S.49.Google Scholar
  17. 73.
    Vgl. dazu Adolf Birke, Pluralismus und Gewerkschaftsautonomie in England. Entwicklungsgeschichte einer politischen Theorie, Stuttgart: Klett-Cotta, 1978, besonders S. 37.Google Scholar
  18. 74.
    Zitiert nach Birke, Pluralismus und Gewerkschaftsautonomie. S. 38.Google Scholar
  19. 75.
    Vgl. dazu Adolf Birke, Voluntary Associations. Aspekte gesellschaftlicher Selbstorganisation im frühindustriellen England, in: Der Staat, Beiheft 2: Gesellschaftliche Strukturen als Verfassungsproblem. Intermediäre Gewalten, Assoziationen, öffentliche Körperschaften im 18. und 19. Jahrhundert, Berlin: Dunker und Humblot, 1978, S. 79–91, besonders S. 82.Google Scholar
  20. 76.
    Birke, Voluntary Associations, S. 83.Google Scholar
  21. 77.
    Vgl. dazu den Diskussionsbeitrag von Adolf Birke im Anschluß an seinen Vortrag in: Gesellschaftliche Strukturen als Verfassungsproblem, S. 95.Google Scholar
  22. 78.
    Vgl. dazu allgemein: Thomas Nipperdey, Verein als soziale Struktur in Deutschland im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, in: ders., Gesellschaft, Kultur, Theorie, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1976, S. 174–205; und Hartwig Brandt, Ansätze einer Selbstorganisation der Gesellschaft in Deutschland im 19. Jahrhundert, in: Gesellschaftliche Strukturen als Verfassungsproblem, S. 51–67, besonders S. 52.Google Scholar
  23. 79.
    Vgl. dazu Ulrich Scheuner, Staatliche Verbandsbildung und Verbandsaufsicht in Deutschland im 19. Jahrhundert, in: Gesellschaftliche Strukturen als Verfassungsproblem, S. 97–121.Google Scholar
  24. 80.
    Lorenz von Stein, Die Verwaltungslehre, Erster Theil: Die Vollziehende Gewalt, 3. Abtheilung: Das System des Vereinswesens und das Vereinsrecht, Aalen: Scientia, 1962 (Nachdruck der 2. Auflage von 1869). Stein charakterisiert die Stellung des Vereinswesens folgendermaßen: “Das Vereinswesen ist ein Theil der organischen freien Verwaltung neben der Selbstverwaltung; und seine große Aufgabe als Moment des Staates ist es daher, nicht etwa den Staat als solchen zu bilden oder sein Wesen zu erklären, sondern vielmehr das große Prinzip des Vereinswesens in die freie Verwaltung des Staates hineinzutragen und hier zur Geltung zu bringen” (a.a.O., S.6).Google Scholar
  25. 81.
    Vgl. dazu Ernst-Wolfgang Böckenförde (Hg.), Staat und Gesellschaft, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1976.Google Scholar
  26. 82.
    Otto Hintze, Weltgeschichtliche Bedingungen der Repräsentativverfassung, in: ders., Staat und Verfassung. Gesammelte Abhandlungen zur allgemeinen Verfassungsgeschichte, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1970, S.140–185, hier S. 184; und Raymond Grew, The Nineteenth-Century European State, in: Charles Bright und Susan Harding (Hg.), Statemaking and Social Movements. Essays in History and Theory, Ann Arbor: University of Michigan Press, 1985, S. 83–120.Google Scholar
  27. 83.
    Hintze, Weltgeschichtliche Bedingungen, S.179.Google Scholar
  28. 84.
    Vgl. dazu Richard Rose, Understanding Big Government. The Programme Approach, London: Sage, 1984, S. 63f.Google Scholar
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    Peter Flora u.a., State, Economy, and Society in Western Europe, Band 1, Frankfurt: Campus, 1983, S. 385f. und S. 440f.Google Scholar
  30. 86.
    Rudolf Goldscheid, Staat, öffentlicher Haushalt und Gesellschaft, in: Rudolf Hickel, Rudolf Goldscheid, Joseph Schumpeter, Die Finanzkrise des Steuerstaates. Beiträge zur politischen Ökonomie der Staatsfmanzen, Frankfurt: Suhrkamp, 1976 (1926), S.253–316, hier S. 280. Zu den historischen Ursprüngen und Konsequenzen der politischen “Expropriation” des Staates von den Herrschaftsmitteln vgl. auch Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, S.166. Max Weber verweist dort auf die Zusammenhänge zwischen den irregulären Finanzbedürfnissen des Staatsapparates und der Abhängigkeit von den zentralen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten.Google Scholar
  31. 87.
    Daniel Tarschys, Tributes, Tariffs, Taxes and Trade: The Changing Sources of Government Revenues, in: British Journal of Political Science 18 (1988), S. 1–20, besonders S. 7. Allgemein zum Hintergrund: Karl Häuser, Abriß der geschichtlichen Entwicklung der öffentlichen Finanzwirtschaft, in: Handbuch der Finanzwirtschaft, 3. Auflage, Band 3, Tübingen: Mohr, 1977, S. 4–52.Google Scholar
  32. 88.
    Joseph Schumpeter, Die Krise des Steuerstaates, in: Hickel, Rudolf Goldscheid, Joseph Schumpeter, S. 341. Vgl. dazu auch: Guy Peters, The Development of the Welfare State and the Tax State, in: Douglas E. Ashford und E.W. Kelley (Hg.), Nationalizing Social Security in Europe and America, Greenwood, Conn.: JAI - Press (Monographs on Organizational Behavior and Industrial Relations, Band 4), 1986, S. 219–243.Google Scholar
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    Vgl. zum Folgenden Fritz Neumark, Der Reichshaushaltsplan. Ein Beitrag zur Lehre vom öffentlichen Haushalt, Jena: Gustav Fischer, 1929, besonders S. 162–193.Google Scholar
  34. 90.
    Beispielgebende Annäherungen an diese Frage sind J. Roebuck, When Does “Old Age” Begin? The Evolution of the English Definition, in: Journal of Social History 12 (1979), S. 416–428, und David M. Gordon, Six Percent Unemployment Ain’t Natural. Demystifying the Idea of a Rising “Natural Rate of Unemployment”, in: Social Research 54 (1987), S. 223–246.Google Scholar
  35. 91.
    Darauf hat als erster Tocqueville hingewisen in seinem “Memoir on Pauperism”, in: Seymour Drescher (Hg.), Tocqueville and Beaumont on Social Reform, Evanston, London: Harper and Row, 1968 (1835), S. 1–27. Tocqueville diskutiert hier die seiner Meinung nach wahrscheinlichen Konsequenzen der englischen Armenrechtsreform von 1834.Google Scholar
  36. 92.
    Hier zit. nach Christoph Sachße und Florian Tennstedt, Geschichte der Armenfürsorge in Deutschland: Vom Spätmittelalter bis zum 1. Weltkrieg, Stuttgart: Kohlhammer, 1980, S. 212. Das Zitat stammt von dem preußischen Konservativen Hermann Wagener.Google Scholar
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    Vgl. dazu Hans Setzer, Wahlsystem und Parteienentwicklung in England. Wege zur Demokratisierung der Institutionen 1832 bis 1948, Frankfurt: Suhrkamp, 1973.Google Scholar
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    Vgl. dazu F.M.L. Thompson, The Rise of Respectable Society. A Social History of Victorian Britain, 1830–1900, London: Fontana, 1988.Google Scholar
  39. 95.
    Vgl. dazu Hans Rosenberg, Große Depression und Bismarckzeit. Wirtschaftsablauf, Gesellschaft und Politik in Mitteleuropa, Berlin: de Gruyter, 1967, besonders S. 118–168.Google Scholar
  40. 96.
    Vgl. dazu Pierre Birnbaum, States, Ideologies, and Collective Action in Western Europe, in: International Social Science Journal 32 (1980): S. 671–686.Google Scholar
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    M. Rainer Lepsius, Extremer Nationalismus, Stuttgart: Kohlhammer, 1966. Zum Konzept der negativen Integration: Gunther Roth, The Social Democrats in Imperial Germany. A Study in Working Class Isolation and National Integration, New York: The Bedminster Press, 1963.Google Scholar
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    Vgl. dazu Eibe H. Riedel, Kontrolle der Verwaltung im englischen Rechtssystem. Eine Darstellung der gerichtlichen und außergerichtlichen Kontrollen der Verwaltung, zugleich ein Erklärungsversuch für das Fehlen eines umfassenden Systems des öffentlichen Rechts in England, Berlin: Dunker und Humblot, 1976.Google Scholar
  43. 99.
    Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, S. 576.Google Scholar
  44. 100.
    Vgl. dazu Kenneth Dyson, The State Tradition in Western Europe, Oxford: Blackwell, 1980; und Niklas Luhmann, Die Trennung von Staat und Gesellschaft, in: Ders.: Soziologische Aufklärung, Band IV, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1987, S. 67–73.Google Scholar
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    Otto Hintze, Die Entstehung der modernen Staatsministerien. Eine vergleichende Studie, in: ders., Staat und Verfassung. Gesammelte Abhandlungen zur allgemeinen Verfassungsgeschichte, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1970, S. 275320.Google Scholar
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    Sidney Pollard, zit. nach Hans-Jürgen Puhle, Vom Wohlfahrtsausschuß zum Wohlfahrtsstaat. Entwicklungstendenzen staatlicher Aufgabenstellung und Verwaltungsprobleme im Zeichen von Industrialisierung und Demokratisierung, in: Gerhard A. Ritter (Hg.), Vom Wohlfahrtsausschuß zum Wohlfahrtsstaat. Der Staat in der modernen Industriegesellschaft, Köln: Markus, 1973, S. 29–63, hier S. 40.Google Scholar
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    Der unvorteilhafte Vergleich mit der Ausbildung und dem Fachwissen der deutschen Beamtenschaft auf allen Ebenen der staatlichen und kommunalen Verwaltung war einer der Gründe, die Sidney Webb zur Gründung der London School of Economis and Poltical Science veranlaßten. Vgl. dazu Hennock, British Social Reform and German Precedents, S. 21. Wichtig für die Rekrutierung und das Selbstverständnis der britischen Sozialverwaltung: Roger Davidson und Rodney Lowe, Bureaucracy and Innovation in the British Welfare Policy, in: Wolfgang Mommsen (Hg.), The Emergence of the Welfare State in Britain and Germany, 1850–1950, London: Croom Helm, 1981, S. 263–295.Google Scholar
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    Vgl. dazu Reinhard Bendix, Nation - Building and Citizenship. Studies of Our Changing Social Order, Berkeley, Los Angeles, London: University of California Press, 1977 (erw. Auflage), besonders seine Diskussion der Beziehung zwischen Sozialstruktur und der Organisation bürokratischer Herrschaft, S. 139–174.Google Scholar
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    Gerhard A. Ritter, Das britische Parlament im 18. Jahrhundert, in: ders., Parlament und Demokratie in Großbritannien, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 1972, S. 69–121.Google Scholar
  50. 106.
    Vgl. dazu Hans-Jürgen Puhle, Vom Wohlfahrtsausschuß zum Wohlfahrtsstaat, S. 54.Google Scholar
  51. 107.
    Selbst mit einfacher Mehrheit beschlossene Gesetze können verfassungsändernden Charakter haben. Vgl. dazu die pointierte Darstellung bei W.H. Greenleaf, The British Political Tradition, Band 1: The Rise of Collectivism, London: Methuen, 1983: “There are no ‘reserved’subjects beyond Parliament’s competence and no special procedures for matters of high constitutional concern; there is no complete seperation of powers; there are non of the hindrances usually embodied in an written constitution, nor are there any of the restrictions which apply in a federal system: the supremacy of the basic constitutional document; a division of functions between national and regional authorities; or the existence of a judical tribunal which may invalidate legislation as unconstitutional, for any courts do not challenge any law passed by Parliament” (S. 196).Google Scholar
  52. 108.
    Vgl. dazu Karl Anton Friedmann, Kontrolle der Verwaltung in England. Fallstudien zur Beschwerdebehandlung im britischen Unterhaus, Meisenheim am Glan: Hain, 1970.Google Scholar
  53. 109.
    Über die Wirksamkeit der parlamentarischen Kontrolle gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Karl Anton Friedmann vertritt die Meinung, daß die parlamentarische Kontrolle ein wirksames Instrument darstellt und das Vertrauen der Öffentlichkeit durchaus gerechtfertigt war. Nach dem Ersten Weltkrieg, im Gefolge des umfassenden Ausbaus der staatlich Leistungsverwaltung, rückte das Problem der Verwaltungskontrolle verstärkt in das Zentrum der politischen Auseinandersetzungen, weil das Parlament in seiner Kontrollfunktion überfordert war.Google Scholar
  54. 110.
    Vgl. dazu Georg-Christoph von Unruh, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Verfassungsstaat. Probleme und Entwicklung, Herford: Maximilian-Verlag, 1984, besonders S. 31–38, und Wolfgang Rüfner, Die Entwicklung der Sozialgerichtsbarkeit, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Band 3, S. 909–931.Google Scholar
  55. 111.
    Mußgnug, Die rechtlichen und pragmatischen Beziehungen, S. 117Google Scholar
  56. 112.
    Vgl. dazu Max Weber: “Die für ein selbstbewußtes Volk nach Form und Inhalt nicht selten schmähliche Art, wie der parlamentarischen Vertretung gegenüber von Seite der Verwaltungschefs Anfragen und Kritiken beantwortet werden, ist nur möglich, weil dem Parlament die Mittel versagt sind, sich durch Handhabung des sogenannten ‘Enqueterechts’ jederzeit jene Kenntnis der Tatsachen zu verschaffen, welche allein ihm laufende Mitarbeit und Einfluß auf die Richtung der Verwaltung ermöglichen würden” (Max Weber, Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland, S.353).Google Scholar
  57. 113.
    Vgl. dazu Karl Loewenstein, Staatsrecht und Staatspraxis von Großbritannien, Band 2: Justiz, Verwaltung, Bürgerrechte, Berlin, Heidelberg, New York: Springer, 1976; und S.A. de Smith, Constitutional and Administrative Law, Harmondsworth: Penguin, 1973, besonders S. 178ff.Google Scholar
  58. 114.
    Friedmann, Kontrolle der Verwaltung, S. 187ff.Google Scholar
  59. 115.
    Hintze, Die Entstehung der modernen Staatsministerien, S. 309.Google Scholar
  60. 116.
    Hanham, The Nineteenth Century Constitution, S. 62f.Google Scholar
  61. 117.
    Hintze, Weltgeschichtliche Bedingungen der Repräsentativverfassungen, in: ders., Staat und Verfassung, a.a.O., S.140–185, hier S. 147.Google Scholar
  62. 118.
    Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, S. 164.Google Scholar
  63. 119.
    Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 20.Google Scholar
  64. 120.
    Lujo Brentano, Die beabsichtigte Alters-und Invalidenversicherung für Arbeiter und ihre Bedeutung, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik N.F. 16 (1888): S. 1–46, hier zit. nach Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 34.Google Scholar
  65. 121.
    Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 75.Google Scholar
  66. 122.
    Vgl. zum Folgenden: Albin Gladen, Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland, Wiesbaden: Steiner, 1974; Volker Hentschel, Geschichte der deutschen Sozialpolitik, Frankfurt. Suhrkamp, 1983; Florian Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter. Arbeiterbewegung und Sozialpolitik in Deutschland 1800 bis 1914, Köln: Bund-Verlag, 1983, und Friedrich Kleeis, Die Geschichte der sozialen Versicherung in Deutschland, Berlin, Bonn: Dietz, 1981 (Nachdruck der Ausgabe von 1928).Google Scholar
  67. 123.
    Erste Kaiserliche Botschaft zur sozialen Frage, Verhandlungen des Reichstages, 5. Legislaturperiode, 1. Session 1881/82, Band 1, S. 1; hier zit. nach Michael Stolleis (Hg.), Quellen zur Geschichte des Sozialrechts, Göttingen, Frankfurt, Zürich: Musterschmidt, 1976, S. 105.Google Scholar
  68. 124.
    Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 335–337.Google Scholar
  69. 125.
    Hansjoachim Henning, Aufbau der Sozialverwaltung, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Band 3, S. 275–310, hier S. 294.Google Scholar
  70. 126.
    Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 337.Google Scholar
  71. 127.
    Vgl. dazu Henning, Aufbau der Sozialverwaltung, S. 295.Google Scholar
  72. 128.
    Vgl. dazu Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 338.Google Scholar
  73. 129.
    Henning, Aufbau der Sozialverwaltung, S. 297f.Google Scholar
  74. 130.
    Kleeis, Geschichte der Sozialversicherung, S. 162.Google Scholar
  75. 131.
    Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 339.Google Scholar
  76. 132.
    Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 341.Google Scholar
  77. 133.
    Tennstedt, vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 349.Google Scholar
  78. 134.
    Zit. nach Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 355f.Google Scholar
  79. 135.
    Henning, Aufbau der Sozialverwaltung, S. 298.Google Scholar
  80. 136.
    Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 354.Google Scholar
  81. 137.
    So der zeitgenössische Kommentar eines Arbeiters, hier zit. nach Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 356.Google Scholar
  82. 138.
    Emil Lederer, Die Privatangestellten in der modernen Wirtschaftsentwicklung, Tübingen: Mohr, 1912, S. 9f. Zu den Massenbewegungen der Angestellten vgl. auch Tennstdt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S.357ff.Google Scholar
  83. 139.
    Henning, Aufbau der Sozialverwaltung, S. 301.Google Scholar
  84. 140.
    Henning, Aufbau der Sozialverwaltung, S. 302.Google Scholar
  85. 141.
    Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 538.Google Scholar
  86. 142.
    Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 305–335.Google Scholar
  87. 143.
    Vgl. dazu Klaus Saul, Wirtschafts-und sozialpolitische Grundlagen. Industrialisierung, Systemstabilisierung und Sozialversicherung. Zur Entstehung, politischen Funktion und sozialer Realität der Sozialversicherung des kaiserlichen Deutschlands, in: Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft 69 (1980), S. 177–198, besonders S. 197. Allgemein zur Organisationsgeschichte der deutschen Krankenversicherung: Florian Tennstedt, Geschichte der Selbstverwaltung in der Krankenversicherung, Bonn: Verlag der Ortskrankenkassen (Soziale Selbstverwaltung, Band 2), o.J. (1977).Google Scholar
  88. 144.
    Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 51. Eine detaillierte Kritik dieser Zahlen und eine Diskussion der Bedeutung der Krankenversicherung für die Sozialdemokratie findet sich bei Tennstedt, Vom Proletarier zum Industriearbeiter, S. 429f.Google Scholar
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    Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 79.Google Scholar
  90. 146.
    Vgl. zum Folgenden Gilbert Slater, The Relief of the Poor, in: J.J. Laski, W.I. Jennings und W.A. Robson (Hg.), A Century of Municipial Progress, London: George Allen and Unwin, 1935, S. 332–369; und Philip Corrigan und Derek Sayer, The Great Arch. English State Formation as a Cultural Revolution, Oxford: Blackwell, 1985; David Roberts, Victorian Origins of the Welfare State, New Haven: Yale University Press, 1966.Google Scholar
  91. 147.
    Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S.79.Google Scholar
  92. 148.
    Dieser Vergleich steht allerdings auf unsicheren Füßen und gilt nur für die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg. Die britischen Leistungen waren als Einheitssatz festgelegt und wurden so kalkuliert, daß sie tatsächlich auch über dem Existenzminimum lagen. Die Altersversorgung konnte so das Armenwesen entlasten, während in Deutschland die Alters-und Invalidenrenten bis zu den Reformen nach dem Zweiten Weltkrieg für den größten Teil der Rentenbezieher unter dem Existenzminimum lag. Deutsche Arbeiterrentner waren nach wie vor auf das öffentliche Fürsorgewesen angewiesen, wenn sie keine anderen Einkommens-und Unterstützungsmöglichkeiten besaßen. Vgl. dazu Volker Hentschel, Geschichte der deutschen Sozialpolitik, S. 26ff.Google Scholar
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    Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 92.Google Scholar
  94. 150.
    Vgl. zum folgenden: Hennock, British Social Reform and German Precedents, S. 39–105; A.I. Ogus und E.M. Barendt, The Law of Social Security, London: Butterworth, 1978, S. 264–270.Google Scholar
  95. 151.
    Zum britischen Altersversorgungsgesetz informiert jetzt ausführlich aus soziologischer Sicht: Jill Quadagno, Aging in Early Industrial Society. Work, Family and Welfare in Nineteenth - Century England, New York: Academic Press, 1982. Vgl. dazu auch Hennock, British Social Reform and German Precedents, besonders S. 109ff.Google Scholar
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    Vgl. zum Folgenden Hennock, British Social Reform and German Precedents, S. 186ff.; Noelle Whiteside, Private Agencies for Public Purposes. Some New Perspectives on Policy Making in Health Insurance Between the War, in: Journal of Social Policy 12 (1983), S. 165–194; und Glynn Carpenter, National Health Insurance. A Case Study in the Use of Private Non-profit Making Institutions in the Provision of Welfare Benefits, in: Public Administration 62 (1984), S. 71–89.Google Scholar
  97. 153.
    Im strikten Wortsinne ist die Charakterisierung dieser Organisationen mit “nicht-gewinnorientiert” falsch: Nach dem Buchstaben des Gesetzes war es den anerkannten Gesellschaften verboten, aus der Verwaltung der Krankenversicherung Gewinne zu erwirtschaften. Die Gewerbeversicherungen entzogen sich dieser Bestimmung, indem sie eine nicht-gewinnorientierte Abteillung - die mit der Verwaltung der Krankenversicherung betraut wurde - von einer gewinnorientierten Abteilung abgrenzten, die für das sonstige Versicherungsgeschäft zuständig war. Dabei handelte es sich um eine rein formale Scheidung, denn die Leitung der Geschäfte blieb in einer Hand vereinigt. Die Regierung ließ das unterlaufen der staatlichen Versicherung zu, weil sie von der Beteiligung der Privatversicherungen an der Verwaltung der Krankenversicherung abhängig war. Die reinen Selbsthilfegesellschaften erfaßten vor allem die besser verdienenden Arbeiter-und Angestelltengruppen, während die Gewerbeversicherungen in der Lage waren, auch die unteren Schichten der Arbeiterschaft zu erreichen. Vgl. dazu Carpnter, National Health Insurance, S. 75.Google Scholar
  98. 154.
    Whiteside, Private Agencies for Public Purposes, S. 170.Google Scholar
  99. 155.
    Whiteside, Private Agencies for Public Purposes, S. 169.Google Scholar
  100. 156.
    Die politische Rolle dieser Einrichtung ist in der Literatur umstritten. Die an den Artikel von Noelle Whiteside anschließende Diskussion behandelt im wesentlichen die Ursachen der Stagnation in der Entwicklung der Krankenversicherung in der Zwischenkriegszeit, Wobei der Einfluß des “Consultive Council” fir einige Historiker eine wichtige Rolle spielt. Vgl. dazu Frank Honigsbaum, the Interwar Health Insurance Scheme. A Rejoinder, in: Journal of Social Policy 12 (1983), S. 515–524, und Noelle Whiteside und Max Krafchik, Interwar Health Insurance Revisited: A Reply to Honigs-baum, in: Journal of Social Policy 12 (1983), S. 525–529.Google Scholar
  101. 157.
    Carpenter, National Health Insurance, S. 80f.Google Scholar
  102. 158.
    Whiteside, Private Agencies for Public Purposes, S. 190.Google Scholar
  103. 159.
    Whiteside, Private Agencies for Public Purposes, S. 171.Google Scholar
  104. 160.
    Vgl. dazu: Jose’ Harris, Unemployment and Politics. A Study in English Social Policy, Oxford: Oxford University Press, 1972.Google Scholar
  105. 161.
    Allgemein dazu: Gaston Rimlinger, Welfare Policy und Industrialization in Europe, America and Russia, New York: John Wiley and Sons, 1971, und die deutsche Zusamenfassung seiner Überlegungen: Sozialpolitik und wirtschaftliche Entwicklung, in: Rudolf Braun (Hg.), Gesellschaft in der industriellen Revolution, Köln: Kiepenheuer und Witsch, 1973, S. 113–126.Google Scholar
  106. 162.
    Für eine Beschreibung und Analyse des Übergangs eines Politikfeldes von lokaler zu zentralstaatlicher Verantwortung: Jose’Harris, The Transition to High Politics in English Social Policy, 1880–1914, in: Michael Bentley und John Stevenson (Hg.), High and Low Politics in Modern Britain, Oxford: Oxford University Press, 1983, S. 58–79.Google Scholar
  107. 163.
    Hennock bezeichnet das “National Committee of Organized Labour for Promoting Old Age Pensions” als eine der beeindruckensten Interessengruppen in der Politik des frühen 20. Jahrhunderts; Hennock, British Social Reform and German Precedents, S. 123.Google Scholar
  108. 164.
    Saul, Wirtschafts-und Sozialpolitische Grundlagen, S. 183.Google Scholar
  109. 165.
    Bei Inkrafttreten des Alters-und Invalidenversicherungsgesetzes kamen all jene über 70 Jahre alten Personen in den Genuß einer Altersrente, die in den letzten drei Jahren vor Inkrafttreten des Gesetzes in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gestanden hatten. Weil nach einer Übergangszeit die Versicherungsprinzipien wieder stärker zum Tragen kamen, fiel die Zahl der Altersrentner zwischen 1897 und 1914 von 250 000 auf ca. 100 000, während die Zahl der Invalidenrentner von ca. 250 000 auf ca. 1 100 000 stieg. Vgl. dazu Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S.55.Google Scholar
  110. 166.
    Nach dem britischen Altersrentengesetz waren auch Frauen, die nie Erwerbstätig waren, leistungsberechtigt. Anders als im traditionellen Armenrecht waren die Kriterien für die Feststellung der Bedürftigkeit und die Durchführung des Leumundstests gesetzlich festgelegt und sehr wenig vom Ermessen der Verwaltung abhängig. Vgl. dazu Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 88.Google Scholar
  111. 167.
    Gladen, Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland, S. 67f.Google Scholar
  112. 168.
    Gladen, Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland, S. 66.Google Scholar
  113. 169.
    Diese Abhängigkeit zeigt sich auch darin, daß in historischen Überblicksdarstellungen der Geschichte des deutschen “Wohlfahrtsstaates” die Darstellung der Arbeitsmarkt-und Tarifpolitik immer ein integraler Bestandteil ist. Zum Konzept der “Sozialen Marktwirtschaft” vgl. Dieter Grosser u.a.: Soziale Marktwirtschaft. Geschichte - Konzept - Leistung, Stuttgart: Kohlhammer, 1988; zur Ablehnung des “Wohlfahrtsstaates” als einem zentralen Bestandteil der Weimarer Republik durch Unternehmerkreise und die NSDAP vgl. jetzt: Henry Ashby Jr., German Big Business and the Rise of Hitler, New York, Oxford: Oxford University Press, 1985, besonders S. 38–46.Google Scholar
  114. 170.
    Vgl. dazu auch Paul A. Johnson, Saving and Spending. The Working Class Econonomy in Britain, Oxford: Oxford University Press, 1986.Google Scholar
  115. 171.
    Vgl. dazu Gregory Anderson, A Private Welfare Agency for White - Collar Workers Between the Wars: A Study of the Liverpool Clerk’s Association, 1918–39, in: International Review of Social History 31 (1986), S. 19–39.Google Scholar
  116. 172.
    Puhle, Vom Wohlfahrtsausschuß zum Wohlfahrtsstaat, S. 35.Google Scholar
  117. 173.
    Florian Tennstedt, Sozialgeschichte der Sozialversicherung, in: Maria Blohmke u.a. (Hg.), Handbuch der Sozialmedizin, Band 3, Stuttgart: Enke, 1976, S.385–492, hier S. 390.Google Scholar
  118. 174.
    Rainer Prätorius, Selbstverwaltung - eine Sache der Verbände? In: Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg (Hg.), Sozialpolitik. Fachwissenschaftliche Analysen, Opladen: Leske und Buderich, 1980, S. 96–105.Google Scholar
  119. 175.
    Prätorius, Selbstverwaltung - eine Sache der Verbände? S. 99; und Ritter, Sozialversicherung in Deutschland und England, S. 57.Google Scholar
  120. 176.
    Vgl. Dazu Hennock, British Social Reform and German Precedents, S. 137.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Elmar Rieger

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