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Zwischen Bürokratischem Eigeninteresse und Selbsthilfeanspruch

Wohlfahrtsverbände im Arbeitsfeld ‘Ausländerpolitik’
  • Friedrich Stratmann
Chapter

Zusammenfassung

Als die Bundesregierung im Jahre 1955 begann, italienische Arbeitnehmer für die deutsche Wirtschaft anzuwerben, wurden auch die Wohlfahrtsverbände (Caritasverband) auf dem Feld der Ausländerarbeit aktiv. Es waren zuerst die einheimische und die italienische katholische Kirche, die, um das Seelenwohl der Arbeitsmigranten besorgt, Seelsorgestellen einrichteten und Priester der ‚Italienischen katholischen Mission‘ mit dieser Arbeit betrauten. Da jedoch nicht nur ‚Seelen‘ aus dem Ausland gekommen waren, sondern ‚Menschen‘ mit einer Vielzahl von Alltagsproblemen, richtete der Deutsche Caritasverband, zuständiger Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in der Bundesrepublik, Sozialberatungsstellen ein. So entstanden die ersten Pfeiler katholischer und wohlfahrtsverbandlicher Ausländerarbeit2).

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Anmerkungen

  1. 1).
    Die Fassung des vorliegenden Beitrags ist gegenüber dem Referat bei der Tagung “Zum Stand der Wohlfahrtsverbände-Forschung in der Bundesrepublik” vom 28.-30. Mai 1982 in Bremen in den Kapiteln 1 und 2 aktualisiert und überarbeitet worden. Das.Manuskript wurde im September 1983 abgeschlossen. - Diejenigen Aussagen des Beitrags, die nicht quellenmäßig belegt sind, beruhen auf schriftlichen Befragungen der Wohlfahrtsverbände, der zuständigen Bundesministerien sowie der Länderministerien in NRW und Niedersachsen (exemplarisch) in den Jahren 1979/1983.Google Scholar
  2. 2).
    Aguirre, Juan Manuel, “Die Zusammenarbeit zwischen Pastoral-und Sozialdienst”. Hekt.Ms. des Caritasverbandes Freiburg.Google Scholar
  3. 3).
    Nach einer Liste des DPWV sind dort im April 1982 in ca. 160 Einrichtungen haupt- und/oder ehrenamtliche Mitarbeiter ausländerbezogen bzw. multinational tätig.Google Scholar
  4. 4).
    Bericht der Bundesregierung über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in der Bundesrepublik v. 21.12.1962, Bundestagsdrucksache IV/859.Google Scholar
  5. 5).
    Vgl. Übersicht über die in der Anhörung (30.11.1982) vertretenen Crundpositionen, Anlage zum Bericht ‘Ausländerpolitik’ (Bund/Länder/Gemeinden) v. 2. 3. 1983.Google Scholar
  6. 6).
    Erstaunlich ist, daß in einer Selbstdarstellung der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Niedersachsens (1981) die Ausländerarbeit nicht erwähnt wird.Google Scholar
  7. 7).
    Integration der 2. Ausländergeneration. Vorschläge des Koordinierungskreises ‘Ausländische Arbeitnehmer’ v. 22.11.79, hekt.Ms.Google Scholar
  8. 8).
    Vgl. die Ubersicht über die Anhörung (30.11.1982) aa0.Google Scholar
  9. 9).
    Antwort des Bundesarbeitsministers auf eine parlamentarische Anfrage v. 18.12. 1974, Verhandlungen des Deutschen Bundestages, stenograph. Berichte, VII /138, 9544CGoogle Scholar
  10. 10).
    Dieses mag eine gewisse Relativierung der von THRÄNHARDT (in diesem Band) angemerkten Undurchschaubarkeit des finanziellen Gebarens der Wohlfahrtsverbände sein.Google Scholar
  11. 11).
    Die Zahlen von 1979 entstammen dem INFORMATIONSDIENST 3/79; die anderen Daten sind dem Verfasser von den Wohlfahrtverbänden mitgeteilt worden.Google Scholar
  12. 12).
    Die folgenden Ausführungen gehen auf Untersuchungen und aktive Ausländerarbeit in den Jahren 1972–1980 zurück; vgl. AUSLÄNDERBERICHT 1980; BERICHT AUSLÄNDERVERTRETUNG 1979.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Friedrich Stratmann

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